In diesem Punkt möchte ich größere
MYOG-Einzelprojekte
vorstellen, die sich ausschließlich um das
Bikepacking drehen.
Erfahrungen, die ich in anderen MYOG-Projekten (zB
Wandern) in den letzten Jahren sammeln konnte, fließen natürlich in diese
MYOG-Projekte ein.
Im Inhaltsverzeichnis werden Beiträge, zu denen es Nachträge oder
Sammelbeiträge gibt, zusätzlich mit einem (N oder S) gekennzeichnet. Die Zahl hinter dem Buchstaben gibt die Anzahl der
Nachträge oder Sammelbeiträge an.
Hinweis: Offene MYOG-Projekte, wo meine Beschreibungen noch
ausstehen bzw. die gerade "in Arbeit" sind, werden im nachfolgenden
Inhaltsverzeichnis in
dunkelroter
Schrift
dargestellt.
E) MYOG-Projekte (Bikepacking, Einzelprojekte)
2) November 2024 (N3):
Rote
Oberrohrtasche
(TopTubeBag) mit Magnetverschluss
3) Oktober 2025 (N1):
Grüne
Oberrohrtasche
(TopTubeBag) mit Magnetverschluss
4) Februar 2026:
Lenkerrolle
(HandlebarBag) mit beidseitigen Rolltopverschlüssen
5) März 2026:
Rahmentasche (FrameBag) mit
Rolltopverschluss
E2) November 2024: Rote Oberrohrtasche
(TopTubeBag) mit Magnetverschluss
Ich weiß nicht mehr genau, was der Auslöser war, aber seit dem
Sommer 2024
bin ich jedenfalls wieder öfters mit dem Fahrrad unterwegs gewesen.
Es war ungewohnt anstrengend, aber hat unheimlich viel Spaß gemacht.
Langsam machte sich bei mir der Gedanke breit, dass ich ja mit
meiner UL-Wanderausrüstung auch mehrtägige
Bikepacking-Touren unternehmen könnte.
Im UL-Forum sind die Bikepacking-Touren eine der Kategorien, die auch von Wanderern gerne betrieben und deshalb dort auch diskutiert wird.
Sofort machte ich mir Gedanken, wie ich meine UL-Wanderausrüstung am Fahrrad unterbringen könnte. Die wohlbekannten und meistens genutzten Gepäckträgertaschen habe ich für mich ausgeschlossen. Auch eine Lenkerrolle oder Taschen an der Vordergabel gefallen mir als ausgemachter Ästhet nicht sonderlich gut. Als mögliche Alternative blieben vorerst nur 3 (oder 4?) MYOG-Taschen übrig:
Im UL-Forum sind die Bikepacking-Touren eine der Kategorien, die auch von Wanderern gerne betrieben und deshalb dort auch diskutiert wird.
Sofort machte ich mir Gedanken, wie ich meine UL-Wanderausrüstung am Fahrrad unterbringen könnte. Die wohlbekannten und meistens genutzten Gepäckträgertaschen habe ich für mich ausgeschlossen. Auch eine Lenkerrolle oder Taschen an der Vordergabel gefallen mir als ausgemachter Ästhet nicht sonderlich gut. Als mögliche Alternative blieben vorerst nur 3 (oder 4?) MYOG-Taschen übrig:
(1)
Oberrohrtasche
(ORT, TopTubeBag)
(2)
Rahmentasche
(RTA, FrameBag)
(3)
Satteltasche
(SAT, SaddleBag)
(4) Lenkerrolle
(LRO, HandlebarBag)
Ob ich mit diesen 3 (oder 4?) Taschenarten meine UL-Ausrüstung auf
dem Fahrrad transportieren kann, wird die Zukunft zeigen.
Das erste MYOG-Projekt, sozusagen ein Testballon, sollte deshalb eine Oberrohrtasche (ORT) sein.
Es hat mich schon immer gestört, dass ich wichtige Dinge, wie zB das Handy, auf dem Fahrrad nicht sofort griffbereit hatte. Eine ORT kann ich jederzeit auch auf einem anderen Fahrad befestigen, wenn mein "betagtes" Fahrrad (ca. 25 Jahre alt) einmal den Geist aufgeben sollte.
Schnell war eine Ideenskizze von den Maßen der ORT entstanden. Die Erklärung für die roten Striche kommt etwas später.
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| Bild 1: Maße und Form der Oberrohrtasche |
Weil ich die ORT hauptsächlich mit 20 mm-Transfer-Klebeband kleben wollte, musste ich mir ein DCF-Material suchen, das die Klebetechnik erlaubt, aber trotzdem eine "annehmbare" äußere Oberfläche besitzt.
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| Bild 2: Ausgangsmaterial |
Ich entschied mich für das schwarze DCF-Laminat CT5K.18/blkwov4 (102 g/qm). Das DCF-Laminat kaufte ich bei extremtextil. Stand November 2024 wird das DCF-Laminat dort nicht mehr angeboten, deshalb verweist der Link auf eine andere Internetseite.
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| Bild 3: Aufbau des DCF-Laminats |
Das DCF-Laminat zählt zu den sogenannten HYBRIDs. Das Laminat ist mit einer zusätzlichen Lage 50 Denier starkem Polyestergewebe auf der Außenseite ausgestattet. Damit wird die Abriebfestigkeit deutlich erhöht und es gibt farblich deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Der transparente Film auf der Innenseite sorgt für eine hohe Wasserdichtigkeit und lässt sich gut verarbeiten, d.h. verkleben. Dank der bidirektional dazwischenliegenden Dyneema-Fasern ist das Ergebnis extrem reißfest bei niedrigem Gewicht. Aufgrund einer reduzierten Menge an Dyneema-Fasern ist das Material mit seinen 102g/qm die leichteste HYBRID-Ausführung.
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| Bild 4: Zuschnitt |
Im Bild 4 sind die zugeschnittenen Seitenteile der ORT zu sehen. Die stark glänzende Seite ist die Innenseite des DCF-Laminats, die etwas matt erscheinende Seite die Außenseite.
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| Bild 5: Innenseite der ORT |
Bild 5 zeigt die Verklebung der Seitenteile mit dem 7 cm breiten Boden der ORT. Für die Verklebung wird immer die Innenseite des DCF-Laminats verwendet. Das Bild 5 zeigt auch eine "kleine" Designänderung der ORT. Die "runden" Ecken aus Bild 1 wurden durch "gerade" Kanten (rote Linien im Bild 1) ersetzt. Der Grund für diese kleine Änderung war das DCF-Laminat und die verwendete Klebetechnik. Das DCF-Laminat ist doch relativ steif und hätte einen enorm hohen Aufwand für die Verklebung der "Rundungen" erfordert. Die "Geraden" lassen sich wesentlich einfacher verkleben. An der Funktionalität der ORT ändert diese kleine Designänderung überhaupt nichts.
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| Bild 7: Die ORT nimmt Form an |
Dann überlegte ich mir, wie ich Regenwasser während der Fahrt am Eindringen in die ORT hindern könnte. Aber mir fiel keine geeignete Lösung ein. Also legte ich die Enden des Bodens noch um 1 cm um und verklebte den Rand.
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| Bild 8: Grundkörper des ORT |
Der Grundkörper war jetzt fertig.
Jetzt war der Deckel für die ORT an der Reihe. Weil ich für den Deckel der ORT einen Magnetverschluss verwenden wollte, musste der Deckel eine bestimmte Form haben. Der Magnetverschluss konnte nicht angeklebt werden, also war Nähen angesagt.
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| Bild 9: Innenseite des Deckels der ORT |
Für das Annähen des Magnetverschlusses verstärkte ich den Deckel an der Innenseite.
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| Bild 10: Grundkörper und Deckel (Außenseite) der ORT |
Stolz betrachtete ich mein Werk. Links der Grundkörper, rechts der Deckel von außen gesehen.
Ich hatte mir überlegt, dass ich die ORT nicht mit Klettband am Oberrohr befestigen wollte, wie das an vielen anderen ORTn zu sehen war. Der Grund waren die Bowdenzüge an meinem alten Fahrrad, die außen auf dem Oberrohr verlegt waren. Ich hatte die Befürchtung, dass die Reibung mit den Bowdenzügen die ORT mit der Zeit beschädigen könnte. Als Befestigungsvariante wählte ich daher 4 cm -Gurtband aus, das ich in regelmäßigen Abständen an den Grundkörper der ORT annähen wollte. Mit elastischer 3 mm -Kordelschnur wird die ORT dann an das Oberrohr und den Lenkervorbau angebunden.
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| Bild 11: Grundkörper, Deckel, Gurtband und Nähahle |
Für die Näharbeiten war rotes Nähgarn vorgesehen. Schwarz und rot passt ja farblich gut zusammen.
Das waren so meine Gedanken.
Als ich die Nähutensilien betrachtete wurde mir schlagartig bewusst, dass ich einen schweren Fehler bezüglich der Fertigungsreihenfolge gemacht hatte.
Wie wollte ich das Gurtband an den Grundkörper annähen, wenn es kaum Bewegungsfreiheit im Grundkörper der ORT gab?
Da half auch nicht die Nähahle.
Ähnlich verhielt es sich mit dem Deckel.
Stundenlang überlegte ich, wie ich diesen Fehler in der Fertigungsreihenfolge korrigieren konnte.
Richtig wäre es gewesen, vor der ersten Verklebung die Näharbeiten durchzuführen. Also
(1) Gurtband außen am Boden annähen,
(2) Deckel außen am linken Seitenteil annähen und
(3) Magnetverschluss außen am rechten Seitenteil annähen.
Die Nichtbeachtung dieser Reihenfolge stellte mich vor gewaltige Probleme. Zusätzlich bemerkte ich bei den ersten Nähversuchen, dass das verwendete rote Nähgarn für meine Anforderungen nicht reißfest genug war. Also griff ich auf ein Nähgarn von Amann (Nr. 466, Titan-Sternchenzwirn, 100% Leinen, 2fach) und die gute alte Nähnadel zurück.
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| Bild 12: Gurtband am Boden der ORT |
Mit unendlicher Geduld😂 und gelegentlichen Verzweiflungsausbrüchen gelang mir die Handnäharbeit.
Jetzt war die Befestigung des Deckels außen am linken Seitenteil an der Reihe. Auch da war ursprünglich das Nähen mit einem roten Nähgarn angesagt. Dann fiel mir eine sehr einfache Lösung ein.
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| Bild 13: Befestigung des Deckels am linken Seitenteil mit Kam-Snaps |
Weil ich für das Nähen so auf das rote Nähgarn fixiert war, verwendete ich an dieser Stelle rote Kam-Snaps. Das musste jetzt sein. Bei der Anbringung der Kam-Snap stellte ich mit Überraschung fest, dass das DCF-Laminat eine relativ hohe Durchstichfestigkeit besitzt. Mit Kraftanstrengung bekam ich die Löcher für die Kam-Snaps in das DCF-Laminat.
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| Bild 15: Magnetverschluss |
Das Bild 15 zeigt den verwendeten Magnetverschluss von extremtextil. Links ist der geschlossene und rechts der geöffnete Verschluss zu sehen. Der untere Teil auf der rechten Seite kann angenäht werden. Wegen des zuvor erwähnten Problems der Fertigungsreihenfolge konnte ich das Teil nicht einfach am rechten Seitenteil annähen. Deshalb nähte ich das Teil vorerst an ein Reststück des DCF-Laminats an und schnitt dann die überstehenden Ränder ab.
Dann klebte ich das so präparierte Teil mit
Transfer-Klebeband
einfach auf das rechte Seitenteil. Tage vorher hatte ich eine
Klebeprobe durchgeführt, ob die Innenseite des DCF-Laminats auf der
Außenseite des DCF-Laminats überhaupt kleben bleibt. Ich stellte
dabei fest, dass das gut hält und nur mit Kraftanstrengung wieder
gelöst werden kann. Solche Kräfte wirken aber nicht an dem
Magnetverschluss der ORT.
Jetzt musste ich nur noch das Gegenstück des Magnetverschlusses an
der richtigen Stelle am Deckel befestigen. Auch da suchte ich lange
nach einer praktikablen Lösung.
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| Bild 17: Gegenstück des Magnetverschlusses am Deckel |
Wichtig war mir der Umstand, dass ich die verwendete elastische 3 mm -Kordelschnur nach Bedarf austauschen konnte. Dafür brachte ich im Deckel der ORT ein Loch für eine Öse an. Auch hier konnte ich wieder die ausgezeichnete Durchstichfestigkeit des DCF-Laminats bewundern. Nur mit äußerster Kraftanstrengung gelang mir mit einem Locheisen und einem Hammer die Anbringung des Lochs. Beim nächsten Versuch mit einer ORT werde ich dazu einen Lötkolben verwenden. Vielleicht geht das wesentlich einfacher.
Dann fädelte ich die elast. Kordelschnur durch den Magnetverschluss und durch die Öse des Deckels. Auf der Innenseite sicherte ich die elast. Kordelschnur mit einem kleinen Kordelstopper. Dieses Konstrukt garantiert mir die Austauschbarkeit der elast. Kordelschnur.
Warum
grüne
statt
rote
elast. Kordelschnur?
Weil ich die rote elast. Kordelschnur nicht mehr hatte und die ORT
unbedingt fertigstellen wollte. Kann ich ja jederzeit
austauschen😀.
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| Bild 18: Auspolsterung der ORT mit 5 mm -EVA-Matten-Teilen |
Zum Schluss klebte ich mit Transfer-Kleberband vorbereitete 5 mm -EVA-Matten-Teile in die ORT. Davon versprach ich mir einen gewissen Dämpfungseffekt, wenn ich einmal durchs Gelände fahren sollte.
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| Bild 19: Innenseite der ORT |
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| Bild 20: Außenseite der ORT |
Das Gesamtgewicht der ORT, ohne Befestigungsschnüre für das Oberrohr des Fahrrads, beträgt
52 g.
Das Fassungsvermögen beträgt
1,26 Liter,
was sich aus den Werten
20 cm x 9 cm x 7 cm = 1260 cm^3 (=Kubikzentimeter))
berechnet.
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| Bild 23: ORT am Fahrrad (linke Seite) |
Die Aufrüstung meimes Fahrrads für Bikepacking-Touren nimmt langsam Fahrt auf. Die beiden Trinkflaschen sitzen nicht mehr am Rahmen, sondern sind am Lenker befestigt. Dadurch habe ich Platz für eine Rahmentasche gewonnen. Die erste ORT ist fertig und am Fahrrad angebracht. Bei Gelegenheit werde ich eine zweite ORT anfertigen, wobei ich die Fehler des Prototyps vermeiden will. Diese zweite ORT wird dann zusätzlich am Sattelrohr befestigt.
Nachtrag (November 2024): Noch keinen Kilometer mit der neuen
Oberrohrtasche
(ORT) gefahren und schon gibt es den ersten Nachtrag.
Mich hat als Ästhet die
grüne
elast. 3 mm -Kordelschnur gestört. Aber weil ich die ORT unbedingt
fertigstellen wollte, musste eben die grüne elast. 3 mm
-Kordelschnur herhalten. In den letzten Tagen bestellte ich bei
extremtextil
dann
rote
elast. 3 mm -Kordelschnur in ausreichender Menge, die innerhalb
weniger Tage bei mir ankam.
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| Bild 24: Außenseite der ORT |
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| Bild 25: ORT am Fahrrad |
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| Bild 26: ORT am Fahrrad (rechte Seite mit Magnetverschluss) |
Jetzt steht der ersten Ausfahrt mit der ORT nichts mehr im Weg.
Ich bin gespannt, wie die Handhabung funktioniert ...
Nachtrag (April 2025): Die Handhabung funktioniert perfekt. Der Magnetverschluss lässt
sich sogar während der Fahrt problemlos öffnen und
schließen.
Allerdings gibt es ein anderes kleines Problem für das ich noch
keine Lösung fand. Die ORT verschiebt sich auf der Querstange
manchmal nach links oder rechts, d.h. sie bleibt dann nicht mittig
auf der Querstange sitzen. Vielleicht liegt das an der Befestigung
mit elastischer Kordelschnur. Das muss ich noch ergründen und
lösen.
Ein zweites kleines Problem konnte ich in der Zwischenzeit beheben.
Das war die Verbesserung des Regenschutzes.
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| Bild 27: Regenschutz für die ORT |
An den beiden Enden des Deckels klebte ich zwei Überlappungen (siehe rote Markierungen in Bild 27) an. Diese Überlappungen sollen verhindern, dass Regenwasser während der Fahrt in die ORT eindringen kann.
Dabei hat sich die Notlösung für die Befestigung des Deckels mit
Kam-Snaps an der ORT als sehr nützlich erwiesen. Für die Anbringung
der Überlappungen löste ich einfach den Deckel von der ORT (siehe
Bild 27) und klebte die Überlappungen an.
Jetzt überlege ich ernsthaft, ob die Kam-Snap-Lösung nicht meine
bevorzugte Variante für die Befestigung des Deckels an der ORT
werden könnte.
Nachtrag (Januar 2026): Die Befestigung der Oberrohrtasche (ORT) mit der elast.
Kordelschnur ist zwar eine einfache Lösung, gestört hat sie mich
aber immer. Sie hat den entscheidenden Nachteil, dass die ORT nicht
mal eben schnell vom Trekking-Fahrrad entfernt werden kann, wenn es
unbeobachtet abgestellt werden soll.
Deshalb suchte ich nach einer besseren Befestigungsvariante. Im Sammelbeitrag (S18) des MYOG-Projekts E1 habe ich eine sehr praktikable Lösung gefunden.
Deshalb suchte ich nach einer besseren Befestigungsvariante. Im Sammelbeitrag (S18) des MYOG-Projekts E1 habe ich eine sehr praktikable Lösung gefunden.
E3) Oktober 2025: Grüne Oberrohrtasche
(TopTubeBag) mit Magnetverschluss
Die grüne Oberrohrtasche (ORT) ist so, wie im
MYOG-Projekt E2
beschrieben, hergestellt worden. Einzig die im
MYOG-Projekt E2
nach dem
Bild 11
aufgeführte optimale Fertigungsreihenfolge
wurde beachtet.
Dadurch konnte ich die ORT an einem Nachmittag in wenigen Stunden
fertigstellen.
Nachtrag (Januar 2026): Die Befestigung der Oberrohrtasche (ORT) mit der elast.
Kordelschnur ist zwar eine einfache Lösung, gestört hat sie mich
aber immer. Sie hat den entscheidenden Nachteil, dass die ORT nicht
mal eben schnell vom Trekking-Fahrrad entfernt werden kann, wenn es
unbeobachtet abgestellt werden soll.
Deshalb suchte ich nach einer besseren Befestigungsvariante. Im Sammelbeitrag (S18) des MYOG-Projekts E1 habe ich eine sehr praktikable Lösung gefunden.
Deshalb suchte ich nach einer besseren Befestigungsvariante. Im Sammelbeitrag (S18) des MYOG-Projekts E1 habe ich eine sehr praktikable Lösung gefunden.
E4) Februar 2026:
Lenkerrolle (HandlebarBag) mit beidseitigen Rolltopverschlüssen
Die
Lenkerrolle
(HandlebarBag) ist das nächste Puzzleteil in meinem Taschensortiment
für Bikepacking-Touren.
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| Bild 1: DCF als Ausgangsmaterial |
Lange überlegte ich, ob ich die Lenkerrolle mit dem Material der beiden Oberrohrtaschen, dem schwarzen Woven-DCF anfertigen sollte. Nach einer Bestandsaufnahme meiner Materialreste entschied ich mich für "normales" DCF. Das ist zwar ein Stilbruch, aber das DCF lässt sich einfacher verarbeiten. Entscheidend war die Tatsache, dass ich an der Lenkerrolle an beiden Seiten einen Rolltop-Verschluss anbringen wollte. Das verwendete DCF lässt sich wesentlich leichter "rollen".
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| Bild 2: Maße der Lenkerrolle |
Für die Rolltop-Verschlüsse verwendete ich die im MYOG-Projekt C22 (karPACK v0 - Mein erster selbstgefertigter Rucksack) im Punkt 2 (Rolltop-Verschluss) konstruierten und beschriebenen Blitzverschlüsse.
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| Bild 3: Blitzverschlüsse für Rolltop-Verschluss |
Das Einkleben ist etwas "tricky", aber nach etwas "Trockenübung" mit Packpapier wusste ich, worauf ich achten musste.
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| Bild 4: Blitzverschluss beim Einkleben |
Nach dem Einkleben der Blitz-Verschlüsse verklebte ich die Lenkerrolle der Länge nach mit 20 mm-Transferklebeband.
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| Bild 5: zusammengeklebte Lenkerrolle mit Blitzverschluss |
Zum Abschluss klebte ich an der Lenkerrolle noch zwei Leiterschnallen an.
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| Bild 6: Leiterschnallen an der Lenkerrolle |
Mit 25 mm-Gurtband und zwei passenden Blitzverschlüssen wird die Lenkerrolle sicher am Gepäckträger befestigt.
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| Bild 7: Lenkerrolle am Fahrrad |
Einige Kontruktionsprinzipien, die ich bei der Herstellung des MYOG-Rucksacks verwendete, kommen auch bei der Lenkerrolle zur Anwendung.
Für die Anfertigung der Lenkerrolle benötigte ich in der Klebetechnik nur ca. 2 Stunden.
E5) März 2026: Rahmentasche (FrameBag) mit
Rolltopverschluss
Die Umrüstung meines Trekking-Fahrrads in ein
langstreckentaugliches Trekking-Fahrrad schreitet voran.
Als nächstes Projekt steht eine Rahmentasche (FrameBag) auf dem Plan. Diese Rahmentasche und auch die beiden Oberrohrtaschen (ORT, siehe MYOG-Projekte E2 und E3) sind Taschen, die ich zu jeder Radtour benutzen kann. Ein Rucksack oder eine Hüftgurttasche wird nicht mehr benötigt. Mit der Rahmentasche habe ich für alle möglichen Radtouren genug Stauraum für die Ausrüstung und die Nahrung, die für die Radtouren benötigt wird.
Als nächstes Projekt steht eine Rahmentasche (FrameBag) auf dem Plan. Diese Rahmentasche und auch die beiden Oberrohrtaschen (ORT, siehe MYOG-Projekte E2 und E3) sind Taschen, die ich zu jeder Radtour benutzen kann. Ein Rucksack oder eine Hüftgurttasche wird nicht mehr benötigt. Mit der Rahmentasche habe ich für alle möglichen Radtouren genug Stauraum für die Ausrüstung und die Nahrung, die für die Radtouren benötigt wird.
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| Bild 1: Mounting-Set TopTubBag |
Mit dem Mounting-Set habe ich bei der Befestigung meiner beiden Oberrohrtaschen im letzten Jahr 2025 sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Oberrohrtaschen lassen sich sehr schnell befestigen und entfernen. Am Sitzrohr und am Unterrohr sind zwei Standard-Befestigungen für Trinkflaschen verwaist, weil die Trinkflaschen jetzt an den beiden hinteren Sitzstreben ihren endgültigen Platz gefunden haben.
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| Bild 2: Mounting-Sets am Fahrrad |
Teil 1 (siehe Bild 1 und 2) des Mounting-Sets wird am Unterrohr und Sitzrohr angeschraubt. Teil 2 (siehe Bild 1 und 2) des Mounting-Sets wird an der Rahnentasche befestigt. Durch diese beiden Mounting-Sets verspreche ich mir mehr Stabilität für die Rahmentasche.
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| Bild 3: Maße der Rahmentasche |
Das Abnehmen der Maße für die Rahmentasche war nicht einfach. Bei der Konstruktion des Dreiecks kam erstmalig mein "großer" Stangenzirkel (siehe (1) in Bild 3 und auch MYOG-Projekt A7 (Stangenzirkel - Ein Zirkel für "metergroße" Kreisbögen)) zum Einsatz.
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| Bild 4: Schablone für die Rahmentasche |
Mehrmals musste ich die Schablone korrigieren. Erst dann erfüllte sie meine Anforderungen.
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| Bild 5: Schablone im Rahmen |
Eine Sichtkontrolle der Schablone im Rahmen brachte die letzte Gewissheit, dass ich mit dem Zuschneiden des Materials für die Rahmentasche beginnen konnte. Für die Rahmentasche wollte ich aus optischen Gründen das "schwarze" Material (siehe Bild 2 des MYOG-Projekts E2 (Rote Oberrohrtasche (TopTubeBag) mit Magnetverschluss)) der Oberrohrtaschen verwenden.
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| Bild 6: Seitenteile der Rahmentasche |
Lange habe ich überlegt, wie ich die Rahmentasche verschließen kann. Verschiedene Lösungen geisterten durch meinen Kopf:
(1) Magnetverschluss ala Oberrohrtaschen
(2) Kam-Snaps
(3) Rolltopverschluss
(4) Reißverschluss
Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich für einen Rolltopverschluss. Von der Herstellung ist das für mich die einfachste Variante.
Die Rahmentasche ist 7 cm breit, analog den Oberrohrtaschen.
In den Bildern 5, 6 und 7 im MYOG-Projekt E2 (Rote Oberrohrtasche (TopTubeBag) mit Magnetverschluss)) ist die Klebetechnik zu sehen und beschrieben, die ich auch für die Rahmentasche verwendete.
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| Bild 7: Rahmentasche |
Nach der Fertigstellung der Rahmentasche klebte ich noch einfache Leiterschnallen von außen an die Rahmentasche. Diese Leiterschnallen dienen der zusätzlichen Befestigung der Rahmentasche mit Klettband am Rahmen.
Das Teil 2 (siehe Bild 2) schraubte ich zum Schluss an die entsprechenden Stellen der Rahmentasche.
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| Bild 8b: Großansicht Rahmentasche linke Seite |
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| Bild 9a: Rahmentasche rechte Seite Rolltopverschluss |
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| Bild 9b: Großansicht Rahmentasche rechte Seite Rolltopverschluss |
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| Bild 9c: Rahmentasche und Oberrohrtaschen |
Ganz zum Schluss schnitt ich das Klettband für die verschiedenen Befestigungspositionen auf die passende Längen. Ob ich das Klettband an einer Seite, der linken Seite, mit Kam-Snaps sichere, muss ich mir noch abschließend überlegen. Ein loses Klettband geht schnell einmal verloren. Mit Kam-Snaps gesicherte Klettbänder lassen sich aber nicht so einfach austauschen. Die Praxis wird zeigen, wie sich die Klettbänder bewähren.
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