Gleich an den Anfang der MYOG-Seite möchte ich kleine
Basteleien
stellen, für die es sich nicht lohnt ein eigenes MYOG-Projekt anzulegen.
Diese Basteleien werde ich in loser Folge in diesem Punkt beschreiben und
mit Bildern hinterlegen.
Zusätzlich will ich in diesem Punkt nützliche
Tipps geben, die bei kleinen Problemen (zB Reparaturen) helfen
sollen.
Im Inhaltsverzeichnis werden Beiträge, zu denen es Nachträge gibt,
zusätzlich mit einem (N) gekennzeichnet. Die Zahl hinter dem
Buchstaben gibt die Anzahl der Nachträge an.
Hinweis: Offene Basteleien und Tipps, wo meine Beschreibungen
noch ausstehen bzw. die gerade "in Arbeit" sind, werden im nachfolgenden
Inhaltsverzeichnis in
dunkelroter
Schrift
dargestellt.
B) Kleine Basteleien und Tipps (Wandern)
1) Elastische Kordelschnur mit Kordelstopper (N1)
2) Elastisches Handyband für die Befestigung an der
Hose/dem Rucksack (N4)
3) Ein Kopfkissen variabel an einer
Isomatte befestigen (N1)
4) Einen Quilt variabel mit einer
Isomatte verbinden (N3)
5) Die beiden Flügeltüren eines
zpacks-Tarps separat spannen und entspannen (N4)
6) Das Armband des Schrittzählers Withings-Go reparieren
7) Zwei Isomatten variabel mit elast. Band und
Knebelknöpfen miteinander verbinden
8) Torso-Schaumstoff-Isomatte auf
Schlechtwetterbetrieb umrüsten (verlängern)
9) Halterung für Trekkingstöcke und
Regenschirm an einem Rucksack nachrüsten
10) Einen festsitzenden Reißverschluss lösen und leichtgängig
machen
11) Geldbörse aus einem Tetra-Pack herstellen
(N5)
12) Flaschenhalterung an einem Schultergurt
13) Tramper-Schild (Text: Hiker To Town/Hiker To Trail)
anfertigen
14) Schuheinlagen aus einer 3 mm-EVA-Isomatte herstellen
(N1)
15) Wie verstaue ich eine Regenjacke an einer
Hüftgurttasche?
16)
Trinkgefäß
aus einer Faltflasche von Platypus anfertigen
17) Faltflasche
von Platypus platzsparend verstauen
(N1)
18)
Wasserdichte
Tasche
aus DCF-Resten für mein
Tagebuch
19) 1-Hand-Bedienung
für Schließmechanismus mit
Kordelstopper
20) Trekkingplattform-Anker
aus einer 2 mm -Fahrradspeiche (Edelstahl) biegen
(N1)
21) Anheftpunkte
für ein
BugNet
nachrüsten
22) BugNet in der Breite ändern
23) Ein neues Verfahren einen
Quilt
mit einer
Isomatte
zu verbinden (N1)
24) DCF-Reparaturflicken (rund, eckig) herstellen
25)
Handy-Halterung
für unterwegs
26) Schnürung für Wanderschuhe (Runners Knot mit
"Zusatz")
27) Hosengürtel mit Druckknöpfen
28) Umfallsichere Halterung für
Tassen
B1) Elastische Kordelschnur mit Kordelstopper
Auf Wandertouren gibt es immer wieder Situationen, wo etwas außen am
Rucksack kurzfristig befestigt werden muss. Sei es nur ein Handtuch zum
trocknen, ein Regenschirm oder die Trekkingstöcke, wenn sie nicht in
Verwendung sind. Für solche Gelegenheiten benutze ich elastische
Kordelschnur mit einem Kordelstopper (siehe Bild 1), die ich
überall am Rucksack befestigen kann.
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Bild 1: Elastische Kordelschnur mit Kordelstopper |
Ich habe sie in zwei Ausführungen, klein und etwas größer.
Nachtrag (Dezember 2023): Ich benutze dieses "unscheinbare" Hilfsmittel schon viele Jahre auf
meinen Wandertouren für die unterschiedlichsten Zwecke.
Aus meiner Ausrüstung für Wandertouren ist dieses Hilfsmittel nicht mehr
wegzudenken. Vor jeder Wandertour überprüfe ich ganz genau den Bestand von
"frei" verfügbaren
elast. Kordelschnüren mit Kordelstopper. Fehlen mir welche im
Bestand (mindestens 3 kleine und 3 große müssen es immer sein), werden
sofort neue produziert.
B2) Elastisches Handyband für die Befestigung an der
Hose/dem Rucksack
Seit einigen Jahren navigiere ich ausschließlich mit dem Handy (iPhone
SE). Bisher hatte ich das Handy in einer wasserdichten Hülle stecken, die
an einer ausziehbaren Schnur an einer Gürtelschlaufe meiner Hose hing. Das
Handy selbst stecke ich dann in die rechte Hosentasche, wo es immer
griffbereit ist. Das funktioniert wunderbar.
Mich stört allerdings die etwas klobige wasserdichte Hülle (siehe
Bild 1).
Das macht die Bedienung des Touchscreens nicht unbedingt leichter. Die
wasserdichte Hülle bräuchte ich nicht, weil das Handy weitestgehend
wassergeschützt ist. Viel wichtiger ist mir die ausziehbare Schnur. Sie
verhindert, dass das Handy auf den Boden fallen kann.
Jetzt hat ein User eines
Ultraleicht-Trekking-Forums
eine Bastellösung vorgestellt, die es mir erlaubt die wasserdichte Hülle
wegzulassen, aber trotzdem eine elastische Befestigungsmöglichkeit
(Schnur/Band) an der Original-Hülle zu haben.
Die Bastelvorlage aus dem Internet änderte ich etwas ab (siehe
Bild 2) und ersetzte die ausziehbare Schnur meiner
ursprünglichen Halterung duch ein elastisches Band.
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Bild 2: Elastisches Handyband |
In die Original-Hülle wird mit Panzerband ein festes Band (10 mm breit) mit dem einen Ende eines kleinen Blitzverschlusses geklebt und durch die Öffnung in der Hülle für den Ladestecker gesteckt, so dass das feste Band mit dem Blitzverschluss gerade noch so aus der Hülle hervorguckt. Die Öffnung in der Hülle für den Ladestecker bleibt trotzdem noch sehr gut zugänglich. Das andere Ende des kleinen Blitzverschlusses wird mit einem Kam-Snap an einem elastischen Band (ebenfalls 10 mm breit) befestigt. Für die variable Befestigung irgendwo (zB Rucksack oder Gürtelschlaufe einer Hose) verwende ich ebenfalls einen Blitzverschluss, allerdings einen etwas größeren.
Für die Befestigung an einer Gürtelschlaufe der Hose bastelte ich mir eine
zusätzliche kleine Schlaufe aus elastischem Band, die ich jederzeit mit
einem Kam-Snap lösen kann.
Durch diese kleine Bastelei bin ich äußerst variabel in den
Befestigungsmöglichkeiten für mein Handy, kann die Original-Hülle
verwenden und habe eine elastisches Band, so dass mein Handy nicht auf den
Boden fallen kann.
Ultraleicht ist diese Lösung, gegenüber der wasserdichten Hülle, auf jeden
Fall.
Nachtrag (September 2021): Mein neues elastisches Handyband hat sich auf meiner Wandertour
auf dem
Ith-Hils-Weg
bestens bewährt.
Allerdings werde ich das feste 10 mm-Band, das ich mit Panzerband
in die Handyhülle klebte, durch stabiles 10 mm-Gurtband ersetzen. Das
feste Band ist mir doch zu fragil und zeigte nach drei Tagen schon geringe
Verschleißspuren (Anriss) am Blitzverschluss.
Nachtrag (Oktober 2022): Es gibt ein "kleines" Problem, was mich zunehmend nervt.
Wenn ich das Handy aus der Tasche ziehe, ist das elast. Gurtband stark
verdreht.
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Bild 3: Handyband im Einsatz |
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Bild 4: Handyband verdreht |
Das Problem tritt auch bei der im Bild 1 gezeigten Garmin-Befestigung auf.
Bisher konnte ich nicht klären, warum das Handyband so stark verdreht ist.
Nachtrag (November 2022): Das "Verdrehungs-Problem" lässt mir keine Ruhe.
Durch Zufall bin ich bei den Anglern auf ein ähnliches Problem gestoßen. Wenn die Angler einen Fisch am Haken haben, wehrt sich der Fisch natürlich und dreht sich wild im Wasser herum. Dadurch verdreht sich die Angelschnur. Um der Verdrehung der Angelschnur entgegen zu wirken, verwenden die Angler sogenannte "Angelwirbel (=Drehgelenke)".
Diese Angelwirbel brachte ich nun an den beiden Enden des elastischen Handybandes an.
Durch Zufall bin ich bei den Anglern auf ein ähnliches Problem gestoßen. Wenn die Angler einen Fisch am Haken haben, wehrt sich der Fisch natürlich und dreht sich wild im Wasser herum. Dadurch verdreht sich die Angelschnur. Um der Verdrehung der Angelschnur entgegen zu wirken, verwenden die Angler sogenannte "Angelwirbel (=Drehgelenke)".
Diese Angelwirbel brachte ich nun an den beiden Enden des elastischen Handybandes an.
Ich bin gespannt, wie der erste Test an der Wanderhose
ausgeht.
Nachtrag (Dezember 2022): Die Verwendung der Angelwirbel an den Enden des Handybandes war
ein absoluter Volltreffer. Das Handyband verdreht sich jetzt nicht mehr.
Dieses kleine "nervige" Verdrehungsproblem ist damit gelöst.
B3) Ein Kopfkissen variabel an einer Isomatte befestigen
Als Seitenschläfer möchte ich meinen Kopf immer auf einem erhöhten
Kopfkissen ablegen. Aktuell nutze ich das Kopfkissen von HMG (Cuben Stuff Sack Pillow, Large, 42 g). Tagsüber verwende ich das Kopfkissen als Aufbewahrungsort
für meine Ersatzsachen. Für die Nacht kommen alle Kleidungsstücke in das
Kopfkissen, die ich nicht für das Schlafen benötige. So hat mein
Kopfkissen immer eine optimale Höhe.
Das funktioniert bisher wunderbar.
Aber ein Problem gab es am Anfang trotzdem. Bei Bewegungen in der Nacht
verrutschte das Kopfkissen, so dass ich es oft wieder in die richtige
Position bringen musste.
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Bild 1: Kopfkissen an Isomatte |
Deshalb überlegte ich mir, wie ich das Kopfkissen variabel, d.h. jederzeit lösbar, an meiner Isomatte befestigen kann.
Mein Kopfkissen (siehe Bild 1) besitzt zwei unterschiedliche
Seiten. Eine Seite besteht aus DCF, die andere Seite aus einem schwarzen
Vliesstoff. Auf der Vliesstoffseite schlafe ich.
An der DCF-Seite befestigte ich zwei Knebelknöpfe mit elastischem 10
mm-Band und Kam-Snaps.
An der Isomatte brachte ich mit zwei Kam-Snaps jeweils ein Stück
Knopflochgummi (ca. 5 cm lang) an.
Vor dem Schlafen stecke ich einfach die Knebelknöpfe des Kopfkissens in
die Schlitze der Knopflochgummis.
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Bild 2: Verbindung Kopfkissen mit Isomatte TaR Z-Lite |
Bild 2 zeigt die Verbindung des Kopfkissens mit einer Isomatte TaR Z-Lite.
So kann das Kopfkissen nicht verrutschen.
Wenn es irgendwie geht, befestige ich die Knopflochgummis mit Kam-Snaps an
allen meinen Isomatten. Aber die Ränder mancher Isomatten (zB
TaR UberLite, siehe Bild 1) sind so schmal, dass Kam-Snaps
nicht richtig halten (sie reißen aus). Für solche Problemfälle nähte ich
die Knopflochgummis an die entsprechende Isomatte.
Bisher funktioniert die Kombination aus Kopfkissen und Isomatte
wunderbar.
Das Verrutschen des Kopfkissens gehört der Vergangenheit an.
Nachtrag (Dezember 2023): Die unverrutschbare Verbindung zwischen Isomatte und Kopfkissen ist
seit der Nutzung der selbstaufblasenden Schaumstoffmatte von
Therm-a-Rest ProLite (Small) nicht mehr erforderlich. Der
Rand der Isomatte ist so schmal, so dass sich daran keine Kam-Snaps
befestigen lassen. Die Gefahr, dass die Isomatte undicht wird, wäre zu
groß.
B4) Einen Quilt variabel mit einer Isomatte verbinden
Schon von Anfang an bin ich ein eingefleischter Benutzer eines
Quilts. Schlafsäcke sind mir einfach zu eng und nicht variabel
genug. Als Seitenschläfer drehe ich mich in der Nacht oft von der einen
Seite auf die andere Seite. Das funktioniert unter einem Quilt wesentlich
besser.
In der warmen Jahreszeit benutze ich den Quilt wie eine
Decke.
Bei kälteren Temperaturen ist eine Decke aber ungünstig. Bei jeder Drehung
auf der Isomatte bin ich bestrebt den Quilt wieder unter den Körper zu
stecken, speziell am Rücken. So soll verhindert werden, dass kalte Luft an
den Körper gelangt. Deshalb eignet sich ein Schlafsack besser für kältere
Temperaturen, weil der Schlafsack rundherum immer geschlossen ist, egal
wie man sich dreht und wendet.
Beide, ob Quilt oder Schlafsack, haben also ihre Vor- und Nachteile.
Als Quilt-Benutzer musste ich mir also überlegen, wie ich bei kälteren
Temperaturen den Quilt so mit der Isomatte verbinden kann, dass bei
nächtlichen Bewegungen möglichst keine kalte Luft an den Körper gelangen
kann.
Die Lösung des Problems fand ich im
ULTF-Forum. Ein User hat da eine einfache und geniale Lösung mit Knopflochgummis
vorgestellt, die ich nachbaute. Hier will ich die Lösung kurz vorstellen.
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Bild 1: Isomatte mit Knopflochgummis |
Bild 1 zeigt meine aktuell bevorzugte Exped-Isomatte mit zwei Knopflochgummis (oben und unten). Die Knopflochgummis befestigte ich mit Kam-Snaps am Rand der Isomatte. Das sichert mir die Austauschbarkeit der Knopflochgummis, wenn sie beschädigt sein sollten.
Im gleichen Abstand befinden sich nun an meinem Quilt Knebelknöpfe, die
ich in die Knopflochgummis einhängen kann.
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Bild 2: Quilt mit Isomatte verbunden |
Bild 2 zeigt, wie die Knebelknöpfe des Quilts im oberen Knopflochgummi der Isomatte hängen. Ebenso werden die beiden unteren Knebelknöpfe des Quilts in den unteren Knopflochgummi eingehangen. So entsteht aus dem deckenähnlichen Quilt eine schlafsackähnliche Röhre. Diese Röhrenform verhindert bei Drehbewegungen in der Nacht, dass kalte Luft an den Körper gelangen kann. Und was ganz wichtig ist, ist der Umstand, dass ich in der Nacht nicht ständig den Quilt unter den Körper stecken muss. Die vorgestellte Konstruktion hält den Quilt immer sehr gut geschlossen. Abhängig ist das davon, wie eng die Knebelknöpfe in den Knopflochgummi eingehangen werden.
Beim Einsteigen in den Quilt muss man allerdings aufpassen. Die
Knopflochgummis geben bei Beanspruchung zwar nach, aber mit etwas Übung
geht der Einstieg in den in einen Schlafsack umfunktionierten Quilt
problemlos vonstatten.
Meine Quilts von AsTucas musste ich mit Knebelknöpfen
nachrüsten.
Mittlerweile bieten viele Hersteller geeignete Befestigungsmöglichkeiten
für ihre Quilts an Isomatten an. Diese Befestigungsmöglichkeiten sind dem
Knopflochgummi-Prinzip nachempfunden.
Nachtrag (Juni 2022): Die Knopflochgummi-Methode funktioniert sehr gut. Das konnte ich
bei vielen Übernachtungen testen.
Zwei kleine Nachteile hat diese Methode.
Einmal "leiern" die Löcher des Knopflochgummis schnell aus, wenn die
Knebelknöpfe immer in die gleichen Löcher gesteckt werden. Andererseits
ist die Größenverstellung nicht so einfach zu realisieren. Dafür müssen
die Knebelknöpfe aus den bisherigen Löchern entfernt und in die neuen
(engeren?) Löcher gesteckt werden. Mitten in der Nacht und im Halbschlaf
ist das eine ziemliche "Friemelei". Danach ist man jedenfalls
hellwach.
Deshalb suchte ich nach einer besseren Möglichkeit, die ich wiederum im
ULTF-Forum fand. Einige Hersteller von Quilts bieten eine ähnliche
Lösung an.
Bei dieser Klemm-Methode, so möchte ich sie bezeichnen, werden auf
eine elastische 3 mm-Kordelschnur zwei
Kordelstopper mit Haken (Cordlock Hook, zB von adventurexpert oder dutchwaregear) aufgezogen.
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Bild 3: Prinzip der Klemm-Methode |
Zeichenerklärung für Skizze:
-hellblau elastische 3 mm-Kordelschnur
-gelb 2 "aufgefädelte" Kordelstopper mit Haken
-grün Kordelstopper mit Haken
-rosa Befestigungsring
(Schlaufe) am Quilt aus fester 3 mm-Kordelschnur
Bei der Benutzung werden die Haken der Kordelstopper in die Befestigungsringe eingehangen. Durch seitlichen Druck auf die Kordelstopper können diese auf der elastischen Kordelschnur sehr leicht verschoben werden. Dadurch ist eine Größenveränderung des zu einer "Schlafsack-Röhre" umfunktionierten Quilts ohne großen Aufwand auch mitten in der Nacht möglich.
Anschließend wird die elastische Kordelschnur in der Länge so
angepasst, dass sie einen guten Sitz an der entsprechenden Stelle der
Isomatte hat. Am Quilt selbst werden Befestigungsringe (Schlaufen,
max. Durchmesser ca. 2 cm) aus fester 3 mm-Kordelschnur
angebracht.
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Bild 4: Isomatte mit Befestigungsmechanismus |
Bei der Benutzung werden die Haken der Kordelstopper in die Befestigungsringe eingehangen. Durch seitlichen Druck auf die Kordelstopper können diese auf der elastischen Kordelschnur sehr leicht verschoben werden. Dadurch ist eine Größenveränderung des zu einer "Schlafsack-Röhre" umfunktionierten Quilts ohne großen Aufwand auch mitten in der Nacht möglich.
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Bild 5: Elastische Kordelschnur mit den Kordelstoppern |
Der Befestigungsmechanismus (2 Kordelschnüre, 4 Kordelstopper, 4 Ringe aus Kordelschnur am Quilt) wiegt insgesamt 15 g.
Nachtrag (Oktober 2022): Ich kehre wieder zur Knopflochgummi-Methode zurück.
Bei der Klemm-Methode stehen die Haken zu weit ab, so dass man da
nicht bequem drauf schlafen kann.
Nachtrag (März 2025): Auch die Knopflochgummi-Methode ist nicht ideal. Mehrmals lösen
sich in der Nacht die Knebelknöpfe aus den Löchern des
Knopflochgummis.
Ich suche daher nach einer anderen Methode, siehe
MYOG-Bastelei-B23 (Ein neues Verfahren einen Quilt mit einer
Isomatte zu verbinden).
B5) Die beiden Flügeltüren eines zpacks-Tarps separat spannen und entspannen
Mein bevorzugtes Tarp ist das zpacks Pocket Tarp With Doors. Das
Bild 1 zeigt den herstellerseitigen Spannmechanismus der beiden
Flügeltüren.
Bei dem Spannmechanismus werden beim Öffnen der Flügeltüren, zB in
der Nacht, wenn ich mal ins Gebüsch muss, speziell bei starkem Regen, immer beide Flügeltüren entspannt. Unter einer
Flügeltür liegt oder steht ein Großteil meiner Ausrüstung. Bei Regen wird
die Ausrüstung dann nass. Deshalb soll diese Flügeltür
immer gespannt sein. Nur die Flügeltür für den Aus- und Einstieg in
das Tarp will ich seperat entspannen und spannen können.
Deshalb versah ich die Flügeltür für den Aus- und Einstieg in das Tarp mit
einem separaten Spannmechanismus, wie es das Bild 2 zeigt (gelbe
Schnur).
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Bild 2: Rechte Flügeltür mit separatem Spannmechanismus. |
Wenn ich will, kann ich trotzdem den ursprünglichen herstellerseitigen Spannmechanismus verwenden.
Die Praxis muss zeigen, ob sich das bewährt...
Nachtrag (Januar 2022): Die in Bild 2 vorgestellte Lösung hat sich als wenig praktikabel
erwiesen.
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Bild 3: Ring aus elast. gelber Kordelschnur |
Die verbesserte Lösung in Bild 3 ist wesentlich einfacher und besteht aus einem kleinen Ring aus gelber elastischer 3 mm-Kordelschnur. Diesen Ring kann ich sehr einfach an dem Doppelhaken ein- und aushängen, ohne dass ich den Spannverschluss an der roten Kordelschnur betätigen muss. Damit bleibt die Flügeltür an der Seite mit der roten Kordelschnur immer ausreichend gespannt.
Nachtrag (Juni 2022): Die im Bild 3 zu sehenden schwarzen Plastik-Kordelenden an dem
gelben Kordelring erwiesen sich ebenfalls als untauglich. Sie hielten im
gespannten Zustand der Belastung nicht stand und öffneten sich ständig.
Die schwarzen Plastik-Kordelenden ersetzte ich daher durch einen einfachen
Knoten.
Nachtrag (September 2022): Der herstellerseitige Doppelhaken in Bild 3 ist nicht mehr
stabil genug. Schon mehrfach musste ich ihn zurechtbiegen.
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Bild 4: Doppelhaken im Selbstbau |
Irgendwann wird der Doppelhaken brechen. Und das wird auf einer Wandertour sein. Für diesen Fall will ich vorbereitet sein.
Deshalb fertigte ich mir einen neuen Doppelhaken aus einem
Edelstahl-Schweißdraht an, den mir mein Nachbar freundlicherweise zur
Verfügung stellte.
Nachtrag (November 2023): Mit dem Doppelhaken gibt es jetzt eine kleine Verbesserung.
Der im Bild 4 gezeigte Doppelhaken ist die Unterwegs-Lösung,
sozusagen der "Nachhausebringer", der jetzt durch die neue Variante
ersetzt wird.
Der Doppelhaken wird jetzt direkt am LineLoc angebracht.
B6) Das Armband des Schrittzählers Withings-Go
reparieren
Ein Schrittzähler ist auf meinen Wandertouren ein wichtiges
Hilfsmittel zur groben Orientierung. Mit Hilfe der Schrittzahl kann ich
die zurückgelegte Wegstrecke zu jedem Tageszeitpunkt bestimmen.
In den letzten Jahren testete ich einige Schrittzähler. Mein bevorzugtes
Modell (Bild 1) ist der Schrittzähler
Withings Go.
Er kann die Schritte zählen und die Uhrzeit anzeigen. Mehr Funktionen
besitzt die Uhr nicht. Mehr muss der Schrittzähler aber auch nicht können.
Die Batterie hält ca. 10 Monate, was das entscheidende Kriterium für die
Verwendung ist.
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Bild 1: Schrittzähler Withings Go |
Leider wird der Schrittzähler nicht mehr von der Firma Withings produziert.
Mit der Zeit gehen auch die Reserve-Gummiarmbänder kaputt (siehe
Bild 2). Sie reißen beim Gebrauch irgendwann ein und machen den
Schrittzähler unbrauchbar, weil die Armbänder und die Halterung des
Schrittzählers aus einem Stück bestehen.
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Bild 2: Defektes Armband des Schrittzählers |
Deshalb überlegte ich mir, wie ich den Schrittzähler mit jederzeit austauschbaren Armbändern versehen kann.
Ein Stück elastisches Band und ein Kam-Snap sind die
Lösung.
Dafür schnitt ich die Armbänder der Uhr ab (Bild 3), so dass nur
noch die Halterung für den Schrittzähler übrig blieb.
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Bild 3: Halterung des Schrittzählers ohne Armbänder |
Mit einem Langlocheisen (10 x 2 mm) stanzte ich 2 Löcher in den Rand der Halterung (Bild 4), so dass ich dort ein elastisches 10 mm - Band (Bild 5) einfädeln konnte.
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Bild 4: 10 x 2 mm - Locheisen |
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Bild 5: Halterung der Uhr mit elast. Band |
Das elast. Band verschloss ich dann mit einem Kam-Snap (Bild 6).
Fertig ist das Ersatz-Armband für den Schrittzähler.
Es wird sich zeigen, wie sich das neue Armband beim täglichen Gebrauch
bewährt.
Ich bin gespannt...
B7) Zwei Isomatten variabel mit elast. Band und
Knebelknöpfen
miteinander verbinden
Isomatten sind ein Thema für sich.
In meinem Lager befinden sich schon mehrere Isomatten, die ich bereits
alle ausprobierte. Bisher fand ich keine Allzweckwaffe, die über das Jahr
gesehen, meinen Qualitäts- und Gewichtsansprüchen genügen würde.
Ich löse das Problem bisher so, dass ich je nach Jahreszeit und Klimazone,
bestimmte Isomatten einzeln nutze oder miteinander kombiniere. Dafür
verwende ich meine vorhandenen Isomatten.
So lege ich zwei Isomatten, wenn es das Wetter erforderlich macht, gerne
übereinander. Eine bewährte Kombination ist eine Schaumstoffmatte als
Unterlage und eine Luftmatratze obendrauf.
Als Seitenschläfer ist meine bevorzugte Kombination für Minusgrade die
Schaumstoffmatte Exped FlexMat Plus XS Standard, zugeschnitten auf
eine Torso-Größe von 90 x 45 cm, und die
Therm-a-Rest NeoAir XTherm Small. Mit dieser Kombination kann ich
einstellige Minusgrade bequem aushalten.
Allerdings gibt es da zwei kleine Probleme.
Als Quilt-Benutzer ist das erste Problem die variable Befestigung
des Quilts an der Isomatte. In der MYOG- Bastelei B4 beschrieb ich,
wie ich den Quilt mit der Knopflochgummi-Methode so an der (oberen)
Isomatte befestigen kann, dass der Quilt nicht bei jeder Drehung auf der
Isomatte verrutscht. Zusätzlich hält diese Methode den Quilt weitestgehend
geschlossen, so dass bei kühlen Temperaturen der Körper rundherum nicht
auskühlt. Das funktioniert prima.
Das zweite Problem entsteht bei der Verwendung von zwei Isomatten.
Als Seitenschläfer drehe ich mich in der Nach sehr oft von der einen Seite
auf die andere Seite. Dabei können die beiden Isomatten sehr leicht
verrutschen.
Für diese Problem gibt es zwei Lösungen.
Die erste Lösung ist ganz einfach. Ich stecke die obere Isomatte
unter die Knopflochgummis der unteren Isomatte oder umgekehrt. Da meine
Isomatten alle mit den Knopflochgummis ausgerüstet sind, sollte das in
beide Richtungen funktionieren. Anschließend wird der Quilt an den
Knopflochgummis der oberen Isomatte befestigt. Bei dieser Methode besteht
allerdings die Gefahr, dass die Knopflochgummis der beteiligten Isomatten
zu sehr unter Spannung geraten. Sie sind zwar dehnbar, aber zu sehr
sollten sie auch nicht gedehnt werden. Das könnte zu Problemen
führen.
Getestet habe ich diese Variante noch nicht.
Die zweite Lösung, die ich hier kurz vorstellen will, verwendet
kurze elast. Bänder (siehe Bild 1), an deren Ende jeweils ein
Knebelknopf mit Kam-Snaps befestigt wurde.
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Bild 1: Elast. Band mit Knebelknöpfen |
Mit diesen präparierten elast. Bändern verbinde ich die Knopflochgummis der beiden Isomatten, so wie es im Bild 2 zu sehen ist. Die eingezeichnete rote Linie zeigt die mögliche Befestigungsposition des elast. Bandes mit den Knebelknöpfen.
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Bild 2: Verbindung der beiden Isomatten |
Die beiden Isomatten bilden jetzt eine sehr variable Einheit, die nicht gegeneinander verrutschen kann.
Beide Verbindungsvarianten werde ich bei der nächsten Gelegenheit testen.
B8) Torso-Schaumstoff-Isomatte auf
Schlechtwetterbetrieb umrüsten (verlängern)
Als Seitenschläfer benutze ich Torsomatten. Die sind ca. 90-120 cm
lang und 45-55 cm breit.
Schaumstoffmatten schneide ich auf die genannten Minimal-Maße
(90x45 cm) zu. Verwende ich Luftmatratzen, prüfe ich, ob die
Torso-Luftmatratzen ebenfalls die erwähnten Maße einhalten. Ganz ist das
bei den Luftmatratzen (zB bei der TaR NeoAir XTherm Small) nicht immer zu
realisieren. Wegen des, im Vergleich zu den Schaumstoffmatten, sehr
kleinen Packmaßes, stören mich die etwas längeren und/oder breiteren
Torso-Luftmatratzen nicht.
Auf meinen Wandertouren bevorzuge ich aber aktuell die
Torso-Schaumstoffmatten, speziell die FlexMat Plus XS von
Exped in der bekannten blauen Eierschalen-Optik (siehe
Bild 1), wegen des unkomplizierten Auf- und Abbaus.
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Bild 1: Isomatte verlängert |
Bei kühleren Temperaturen, zB im zeitigen Frühjahr (März und April) oder im späten Herbst (Oktober und November), gibt es allerdings ein "kleines" Problem.
Beim Schlafen verbringe ich nicht die ganze Nacht in der Seitenlage.
Manchmal strecke ich mich, dann liege und schlafe ich auch auf dem Rücken.
In solchen Fällen, die in einer Nacht immer mal wieder vorkommen, liegen
die Füße im Quilt natürlich nicht auf der Torsomatte. Bei
Bodentemperaturen im Minusbereich kühlen die Füße dann sehr schnell
aus.
Deshalb überlegte ich mir, wie ich das Problem in den kühleren
Jahreszeiten lösen kann.
Das abgeschnittene Stück der Isomatte (2 Teile, links im Bild 1)
war noch vorhanden und für eine andere Verwendung vorgesehen. Mit
elast. Band und Kam-Snaps verband ich das Reststück mit der
Torsomatte.
Bei Bedarf kann ich so meine Schönwetter-Isomatte sehr schnell auf eine
Schlechtwetter-Isomatte umrüsten.
Für den Winterbetrieb stelle ich mir eine Kombination aus einer
Schaumstoff-Isomatte unten und einer Luftmatratze oben vor. Verbinden
könnte ich die beiden Isomatten miteinander, so wie ich das in der
MYOG-Bastelei B7 beschrieb.
B9) Halterung für Trekkingstöcke und
Regenschirm an einem Rucksack nachrüsten
Schon seit einigen Jahren bin ich mit Trekkingstöcken auf meinen
Wandertouren unterwegs. Im Jahr 2021 probierte ich auf dem
Grünen Band
in Deutschland erstmalig auch einen Regenschirm aus.
Bei beiden Ausrüstungsgegenständen gibt es ein "kleines" Problem. Das ist
die Länge der Ausrüstungsgegenstände. Bei Nichtgebrauch ist es nicht
leicht die Ausrüstungsgegenstände so zu verstauen, dass sie den
Bewegungsablauf des Wanderns nicht stören, aber trotzdem schnell
griffbereit sind.
Meine ersten beiden Rucksäcke waren schwere Osprey-Rucksäcke (1,9
kg und 1,2 kg). Die Rucksäcke besaßen aber eine geniale
Trekkingstock-Halterung, die ich sehr zu schätzen wusste.
Die nächsten Rucksäcke waren von zpacks (Arc Haul und Nero), die
wesentlich leichter waren (660 g und 275 g). Zum meinem Leidwesen hatten
die beiden Rucksäcke aber keine Halterung für die Trekkingstöcke.
Die erste Änderung, die ich an den zpacks-Rucksäcken noch vor der ersten
Wandertour vornahm, war die Nachrüstung einer Trekkingstock-Halterung. Das
geschah zeitlich noch vor der Veröffentlichung meines Blogs (Frühjahr 2018). Deshalb existierte da lange keine MYOG-Beschreibung, was ich aber
jetzt nachholen will.
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Bild 1: Trekkingstock-Halterung ala osprey |
Am unteren Ende des linken Schultergurts brachte ich eine Schlaufe aus einem ca. 16 cm langen Stück eines durchsichtigen Plastik-Schlauchs (Durchmesser ca. 6-8 mm oder Benzinschlauch) an.
In den Schlauch fädelte ich eine elast. 3 mm-Kordelschnur ein. Der
Plastikschlauch wird nun zu einer Schlaufe gebogen. Die Schlaufe sollte so
groß sein, dass man beide Trekkingstöcke (evtl. auch mit Tellern) bequem
in die Schlaufe stecken kann. Aber auch so, dass sie möglichst wenig
Bewegungsfreiheit in der Schlaufe besitzen. Man muss da evtl. etwas
experimentieren, bis die richtige Größe der Schlaufe zufriedenstellend
ist. Dann wird die Schlaufe mit der elast. Kordelschnur am unteren Ende
des linken Schultergurts befestigt. Irgendeine Stelle, wo man die elast.
Kordelschnur befestigen kann, findet sich bei jedem
Rucksack.
Im oberen Bereich des linken Schultergurts befestigte ich eine
Schlaufe aus einer elast. Kordelschnur mit Kordelstopper, wie ich sie in
der MYOG-Bastelei B1 beschrieb.
Von diesen Teilen habe ich immer einige in meinem Rucksack. Mit der elast.
Kordelschnur und dem Kordelstopper werden die Trekkingstöcke
fixiert.
Wie sieht nun der Gebrauch der Trekkingstock-Halterung aus?
Ich ertaste mit der linken Hand einfach die nicht sichtbare Schlaufe am
unteren Ende des linken Schultergurts und führe die Trekkingstöcke dann in
die Schlaufe ein (wie ein Schwert in eine Scheide). Dann stecke ich die
Trekkingstöcke in die oben befestigte Schlaufe und spanne den
Kordelstopper. Fertig!
Durch die Trekkingstock-Halterung muss ich bei einem Nichtgebrauch der
Trekkingstöcke diese nicht zusammenfalten und auch nicht den Rucksack
absetzen.
Meine Trekkingstöcke werden beim Start einer Wandertour entfaltet und
gespannt. Erst am Ende einer Wandertour, auch wenn ich mehrere Wochen
unterwegs bin, werden die Trekkinstöcke zusammengefaltet und in eine
Seitentasche des Rucksacks gesteckt. In der Zwischenzeit sind die
Trekkingstöcke in Benutzung oder stecken in voller Länge in der
Trekkingstock-Halterung. So durchquere ich Ortschaften und selbst im
Supermarkt sind die Trekkingstöcke in der Halterung.
Auf meiner Wandertour Das Grüne Band im Mai/Juni 2021 in
Deutschland verwendete ich erstmalig einen Regenschirm. Sofort gab es auch
mit dem Regenschirm das Problem, wo ich ihn optimal bei Nichtgebrauch
verstauen könnte. Nach mehreren nicht zufriedenstellenden Versuchen
brachte ich den Regenschirm in einer zweiten Trekkingstock-Halterung am
linken Schultergurt unter, direkt neben den Trekkingstöcken. Dort stört
mich die Länge des Regenschirms am wenigsten.
Bisher bin ich mit den beiden Halterungen für die Trekkingstöcke und den
Regenschirm sehr zufrieden.
B10) Einen festsitzenden Reißverschluss lösen und
leichtgängig machen
Bei der Vorbereitung auf eine Wandertour stellte ich an meinem Zelt
Tarptent Protrail DCF fest, dass ein
Reißverschluss vollkommen festsaß. Der zweite Reißverschluss ließ
sich nur schwer bewegen.
Was tun?
An vielen Ausrüstungsgegenständen (zB Zelte) gibt es Reißverschlüsse. Sind
die Reißverschlüsse defekt, dann ist unter Umständen die Funktionalität
der Ausrüstungsgegenstände stark beeinträchtigt.
Reißverschlüsse können zum Problem werden, wenn sie nicht mehr leichtgängig sind oder sich sogar nicht mehr bewegen lassen. Da ist guter Rat teuer.
Erstmal ist unbedingt Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt. Hektik und Gewalt führen meistens zur Zerstörung des Reißverschlusses. Ein neuer Reißverschluss muss dann eingenäht werden, was mit wesentlich mehr Arbeit, Zeit und Geld verbunden ist.
Für das Lösen des Reißverschlusses verwendete ich unverdünntes Spülmittel, was ich mit einem Wattestäbchen vorsichtig auf den Reißverschluss träufelte. Mit mäßigem Kraftaufwand bewegte ich den Reißverschluss hin und her. Millimeterweise ließ sich der Reißverschluss bewegen. Jedes gewonnene Stück des Reißverschluss benetzte ich vorsichtig mit dem Spülmittel. Nach gefühlt 10 Minuten ließ sich der Reißverschluss endlich besser bewegen.
Für die Leichtgängigkeit des Reißverschlusses griff ich auf ein altes Hausmittel zurück. Wird der Reißverschluss mit einer Kerze (oder Teelicht) eingerieben, verbessert sich die Gleitfähigkeit des Reißverschlusses enorm.
Nach 15 Minuten war der Reißverschluss wieder voll funktionsfähig.
Reißverschlüsse können zum Problem werden, wenn sie nicht mehr leichtgängig sind oder sich sogar nicht mehr bewegen lassen. Da ist guter Rat teuer.
Erstmal ist unbedingt Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt. Hektik und Gewalt führen meistens zur Zerstörung des Reißverschlusses. Ein neuer Reißverschluss muss dann eingenäht werden, was mit wesentlich mehr Arbeit, Zeit und Geld verbunden ist.
Für das Lösen des Reißverschlusses verwendete ich unverdünntes Spülmittel, was ich mit einem Wattestäbchen vorsichtig auf den Reißverschluss träufelte. Mit mäßigem Kraftaufwand bewegte ich den Reißverschluss hin und her. Millimeterweise ließ sich der Reißverschluss bewegen. Jedes gewonnene Stück des Reißverschluss benetzte ich vorsichtig mit dem Spülmittel. Nach gefühlt 10 Minuten ließ sich der Reißverschluss endlich besser bewegen.
Für die Leichtgängigkeit des Reißverschlusses griff ich auf ein altes Hausmittel zurück. Wird der Reißverschluss mit einer Kerze (oder Teelicht) eingerieben, verbessert sich die Gleitfähigkeit des Reißverschlusses enorm.
Nach 15 Minuten war der Reißverschluss wieder voll funktionsfähig.
B11) Geldbörse aus einem Tetra-Pack herstellen
Im MYOG-Projekt C4 (Geldbörse aus DCF herstellen) beschrieb
ich bereits die Anfertigung einer Geldbörse aus DCF. Die
DCF-Geldbörse versieht seit fast 3 Jahren ihren Dienst, ohne dass
irgendeine Beschädigung (Löcher, Abrieb usw) zu erkennen wäre. Das ist
übrigens der Ausrüstungsgegenstand, der neben dem Rucksack am intensivsten
genutzt wurde.
Die DCF-Geldbörse nutze ich nur auf meinen längeren Wandertouren. Auf Tagestouren oder im heimischen Umfeld verwende ich "irgendwelche" Behältnisse, die mich in ihrer Funktionalität und Optik nicht immer begeisterten.
Deswegen kam es mir gerade recht, dass meine Frau in der Internet-Plattform Pinterest über die Bauanleitung einer Geldbörse aus einem Tetra-Pack stolperte. Sofort war ich begeistert. 30 Minuten später war die Geldbörse fertig.
Ausgangspunkt ist ein beliebiges Tetra-Pack. Meins war ein Tetra-Pack für Milch mit einer rechteckigen Grundfläche. Natürlich würde auch ein Tetra-Pack mit einer quadratischen Grundfläche funktionieren. Aber nur in das Tetra-Pack mit einer rechteckigen Grundfläche passen die üblichen Geld- und Ausweiskarten.
Die DCF-Geldbörse nutze ich nur auf meinen längeren Wandertouren. Auf Tagestouren oder im heimischen Umfeld verwende ich "irgendwelche" Behältnisse, die mich in ihrer Funktionalität und Optik nicht immer begeisterten.
Deswegen kam es mir gerade recht, dass meine Frau in der Internet-Plattform Pinterest über die Bauanleitung einer Geldbörse aus einem Tetra-Pack stolperte. Sofort war ich begeistert. 30 Minuten später war die Geldbörse fertig.
Ausgangspunkt ist ein beliebiges Tetra-Pack. Meins war ein Tetra-Pack für Milch mit einer rechteckigen Grundfläche. Natürlich würde auch ein Tetra-Pack mit einer quadratischen Grundfläche funktionieren. Aber nur in das Tetra-Pack mit einer rechteckigen Grundfläche passen die üblichen Geld- und Ausweiskarten.
Vielleicht findet sich in der Zukunft ein Tetra-Pack, wo schönere Bilder
drauf sind. Aber für den ersten Versuch hat mir das vollkommen
gereicht.
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| Bild 1: Tetra-Pack für Milch |
Nach der Säuberung öffnete ich das verklebte Tetra-Pack unten und oben. Will ich die Geldbörse mit einem Magnetverschluss ausstatten, kann ich den Tetra-Pack oben an der roten Markierung im Bild 2 abschneiden. Bei Nutzung des Schraubverschlusses als Schließmechanismus der Geldbörse muss ich natürlich den Schraubverschluss dranlassen und kann oben nur an der hellblauen Markierung im Bild 2 abschneiden, geradeso, dass ich das Tetra-Pack öffnen kann.
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| Bild 2: Tetra-Pack geöffnet |
Dann säuberte und trocknete ich den Rest nochmal und faltete das
Tetra-Pack an den Seitenteilen in der Länge (ca. 19,5 cm).
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| Bild 3: Tetra-Pack aufgeschnitten und gefaltet |
Das so vorbereitete Tetra-Pack teilte ich dann in 3 gleichgroße Teile von 6,5 cm.
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Bild 4: Tetra-Pack mit Drittel-Teilung |
Jetzt wird die Seite nach oben gefaltet, die das schönste Bild enthält. Das wird später eine Vorderseite. Deshalb wäre es schön, wenn man ein Tetra-Pack mit einem ansprechenden Bild verwenden könnte.
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| Bild 5: Tetra-Pack umgeklappt |
Am oberen Drittel des Tetra-Packs schnitt ich nun alles soweit ab, dass nur noch der Deckel übrigblieb. In den Deckel machte ich noch eine zusätzliche Faltung im Abstand von 8-10 mm von der Drittel-Faltung (siehe rote Markierungen im Bild 6). Diese zusätzliche Faltung soll dem Deckel mehr Raum geben, wenn die Geldbörse "prall"😂 gefüllt ist.
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| Bild 6: Tetra-Pack mit Deckel |
Jetzt ging ich als Ultraleicht-Freak noch auf die Gramm-Jagd. Das heißt, ich schnitt alles raus, was nicht unbedingt für die Stabilität der Geldbörse nötig war. Geld- und Ausweiskarten halten sich von selbst im hinteren Fach. Auch Geldscheine können gefaltet leicht verstaut werden. Bei einem Test konnte ich 6 Karten im hinteren Fach unterbringen.
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| Bild 7: Tetra-Pack gewichtsoptimiert |
Eigentlich war die Geldbörse jetzt fertig. Erst wollte ich die beiden
Fächer zusammenkleben. Bei einem Klebetest zeigte sich aber, dass die
blaue Beschichtung des Tetra-Packs eine stabile Verklebung verhinderte.
Deshalb blieb die Geldbörse offen. Dadurch kann das vordere Münzfach sehr
weit nach vorn gekippt werden. Auch nicht schlecht.
Jetzt fehlte nur noch ein geeigneter Verschluss. Ich entschied mich für einen magnetischen Verschluss. Bei der Anbringung des Verschlusses musste ich darauf achten, dass der Verschluss auch bei einem gut gefüllten Münzfach leicht schließt. Durch Ausprobieren bestimmte ich die Position (siehe rote Markierung im Bild 6) des Gegenstücks des magnetischen Verschlusses ganz genau.
Jetzt fehlte nur noch ein geeigneter Verschluss. Ich entschied mich für einen magnetischen Verschluss. Bei der Anbringung des Verschlusses musste ich darauf achten, dass der Verschluss auch bei einem gut gefüllten Münzfach leicht schließt. Durch Ausprobieren bestimmte ich die Position (siehe rote Markierung im Bild 6) des Gegenstücks des magnetischen Verschlusses ganz genau.
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| Bild 8: Geldbörse mit Verschluss |
Jetzt wurde die Geldbörse nur noch "gebrandet". Das war notwendig, damit
die sichtbaren Teile des magnetischen Verschlusses (Metallplättchen) auf
der Oberseite des Deckels einigermaßen unsichtbar worden.
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| Bild 9: Geldbörse aus einem Tetra-Pack mit "Branding" |
Die Geldbörse wiegt insgesamt 17 g. Das sind 2 g weniger,
als meine DCF-Geldbörse, die 19 g wiegt.
Dass diese Geldbörse auch aus einem Tetra-Pack mit einer
quadratischen Grundfläche hergestellt werden kann, zeigt das
nächste Bild.
Bei einem quadratischen Tetra-Pack ist der Schraub-Verschluss des Tetra-Packs in der Regel in der Mitte angeordnet. Deshalb ist der Schraub-Verschluss, wie es das Bild zeigt, auch als Verschluss für die Geldbörse nutzbar.
Geld- und Ausweiskarten müssen dann hochkant in die Geldbörse gesteckt werden.
Die Geldbörse mit diesem Verschluss wiegt 22 g und ist damit geringfügig schwerer als die Geldbörse aus einem rechteckigen Tetra-Pack.
Nachtrag (Januar 2023): Die im Bild 10 gezeigte Verschlussmöglichkeit mit dem
Schraub-Verschluss des Tetra-Packs ist wegen des Lochs eine stark
beanspruchte Stelle der Geldbörse.
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Bild 11: Deckel mit Verstärkung |
Deshalb überklebte ich beide Seiten des Deckels der Geldbörse mit einem Streifen Tapeband. Mit der Schere wurde dann dem Deckel mit dem Loch die endgültige Form verpasst.
Nachtrag (Dezember 2023): Die Geldbörsen aus einem Tetra-Pack erfreuen sich großer
Beliebtheit. Mittlerweile habe ich mindestens 20 Stück dieser Geldbörsen
an Verwandte, Bekannte und Freunde verschenkt.
Auch ich benutze diese Geldbörsen sehr intensiv. Vorerst tue ich das nur
im häuslichen Umfeld. Sie sind äußerst robust. Vor einem Einsatz auf einer
längeren Wandertour muss ich noch Erfahrungen sammeln.
Nachtrag (Oktober 2024): Wie jeder sehr leicht feststellen kann, gibt es kaum noch Tetra-Packs
mit Schraubverschluss. Ewig halten die Geldbörsen auch nicht.
Gebrauchsspuren sind sehr schnell zu sehen.
Mit den "neuartigen" Verschlüssen für die Tetra-Packs konnte ich mich nie
so richtig anfreunden. Für die Geldbörsen schienen sie mir ungeeignet zu
sein. Als ich heuer so ein Tetra-Pack kurz vor der Entsorgung genauer
betrachtete, entschloss ich mich einen Versuch zu wagen.
Ich fertigte mir eine Geldbörse mit einem solchen Verschluss an. Dabei
musste ich den Verschluss abschneiden.
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Bild 12: Geldbörse mit neuem Verschluss |
Dann probierte ich, wie die Handhabung mit dem neuen Verschluss funktioniert. Erstmal war ich total überrascht. Es gab keinerlei Probleme. Der Verschluss ließ sich leicht öffnen (anheben) und schließen (draufdrücken).
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Bild 13: Geldbörse verschlossen |
Bedenken hatte ich, dass sich der Verschluss bei der leisesten Berührung von alleine öffnen würde. Aber diese Bedenken konnte ich durch viele Versuche schnell ausräumen.
Jetzt gibt es neben Tetra-Packs mit Schraubverschluss eine weitere
Alternative. Für zukünftige Geldbörsen geht mir erstmal nicht das
Ausgangsmaterial aus.
Nachtrag (März 2025): Es gibt sie doch noch, die Tetra-Packs mit
Schraubverschluss.
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| Bild 14: Tetra-Pack mit Schraubverschluss und "merkwürdigem" Boden |
Bei manchen dieser Tetra-Packs gibt es einen "unschönen" Haken. An der
Oberseite des Tetra-Packs lässt sich die verklebte Seite (siehe rote
Markierung links) einfach mit etwas Kraftanstrengung lösen und aufrichten.
Das verschafft dem Tetra-Pack oberhalb etwas mehr "Länge". Aber unten ist
der Boden des Tetra-Packs anders verklebt (siehe rote Markierung rechts).
Dort muss der Boden ringsrum an der hellblau markierten Linie
aufgeschnitten werden. Anders lässt sich das nicht öffnen. Dadurch geht
natürlich "Länge" für die Geldbörse verloren.
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| Bild 15: Geldbörse im Hoch- und Querformat |
Wegen der fehlenden "Länge" des aufgeschnittenen Tetra-Packs ist jetzt eine Geldbörse im Hochformat (siehe linke Geldbörse) nicht mehr möglich. Allerdings lässt sich daraus noch eine Geldbörse im Querformat (siehe rechte Geldbörse) herstellen. Beim "Falten" der Geldbörse (siehe Bild 3) muss auf die Breite geachtet werden, dass Geld- und Visitenkarten leicht hineinpassen.
Sieht ja auch nicht schlecht aus.
Schlussfolgerung ist, dass man beim Auftrennen des jeweiligen Tetra-Packs schauen muss, welche Variante der Geldbörse wegen der "Länge" gebaut werden kann, Hochformat oder Querformat.
Nachtrag (November 2025): Mir wurde berichtet, dass die "neuartigen" Verschlüsse doch nicht
so gut halten. Deshalb kehre ich wieder zu den
magnetischen Verschlüssen zurück. Ab sofort werden nur noch
Geldbörsen mit diesen Verschlüssen gebastelt.
B12) Flaschenhalterung an einem Schultergurt
Aus einer universell einsetzbaren elast. Kordelschnur mit
Kordelstopper (siehe Kleine Basteleien B1 in diesem
Menüpunkt) fertigte ich mir eine Flaschenhalterung für 0,33-Liter-Flaschen
am linken Schultergurt an.
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Bild 1: elast. Kordelschnur mit Kordelstopper |
Die schwarze elast. Kordelschnur mit Kordelstopper ist die Flaschenhalterung, die blaue elast. Kordelschnur mit Kordelstopper die Trekkingstock-Halterung (siehe Kleine Basteleien B9 in diesem Menüpunkt).
Die nächste Wandertour muss zeigen, ob sich die Flaschenhalterung
bewährt.
B13) Tramper-Schild (Text: Hiker To Town/Hiker To Trail)
anfertigen
Wenn ich mal aus irgendwelchen Gründen weit vom Trail runter muss,
dann würde ich das mit öffentlichen Verkehrsmitteln tun.
Das könnte passieren, wenn ein wichtiger Ausrüstungsgegenstand (zB
Wanderschuhe, Rucksack, Tarp usw) defekt sein sollte und eine Notreparatur
auf dem Trail nicht möglich ist. Dann müsste ich den nächsten
Outdoor-Laden aufsuchen und den defekten Ausrüstungsgegenstand
ersetzen.
Wenn die nächste Haltestelle sehr weit entfernt ist, dann bleibt in einsamen Gegenden der Welt nur das Trampen übrig.
Dafür bastelte ich mir ein internationales Tramper-Schild.
Wenn die nächste Haltestelle sehr weit entfernt ist, dann bleibt in einsamen Gegenden der Welt nur das Trampen übrig.
Dafür bastelte ich mir ein internationales Tramper-Schild.
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| Bild 1: Tramper-Schild |
Für das Tramper-Schild musste meine Tyvek-Unterlage (1 x 2 Meter) fürs Cowboy-Camping herhalten. Die Farbe ist eine wasserbasierte Acryl-Farbe.
Mal sehen, wie lange die Farbe auf der Tyvek-Unterlage hält...
B14) Schuheinlagen aus einer 3 mm-EVA-Isomatte herstellen
Auch im Winter bin ich mit Trailrunnern unterwegs. Auf Wandertour und
auch im privaten Bereich. Im privaten Bereich trage ich die abgelaufenen
Trailrunner bis sie auseinanderfallen.
Im Winter gibt es da ein kleines Problem, das ich bisher nicht richtig lösen konnte. Das ist die Bodenkälte, die irgendwann durch die Trailrunner an die Füße gelangt.
Deshalb fertigte ich mir jetzt Schuheinlagen aus einem Rest einer 3 mm-EVA-Isomatte an.
Im Winter gibt es da ein kleines Problem, das ich bisher nicht richtig lösen konnte. Das ist die Bodenkälte, die irgendwann durch die Trailrunner an die Füße gelangt.
Deshalb fertigte ich mir jetzt Schuheinlagen aus einem Rest einer 3 mm-EVA-Isomatte an.
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Bild 2: Schuheinlagen |
Gewicht insgesamt 4 g. Zählt aber nicht zur Packliste, weil es am Körper getragen wird.
Nachtrag (Dezember 2023): Aktuell teste ich die Schuheinlagen sehr intensiv im häuslichen
Umfeld.
Bisher schlagen sie sich sehr gut. Ich hatte die Befürchtung, dass die
Schuheinlagen bei einer Dauerbelastung in den ALTRA-Schuhen verrutschen.
Aber bisher konnte ich das nicht beobachten.
B15) Wie verstaue ich eine Regenjacke an einer
Hüftgurttasche?
Für Tageswanderungen, wenn sie nicht übermäßig lang sind, benutze ich sehr
gern eine Hüftgurttasche. Was ich da so in Verwendung habe, wurde in
Fragen/Themen B17 (Meine Rucksäcke und Taschen für Wandertouren)
genau beschrieben. Speziell geht es mir in diesem Beitrag um die
Hüftgurttaschen 6 bis 8.
In den Hüftgurttaschen ist der Platz äußerst beschränkt. Wenn ich da neben einigen unerläßlichen Ausrüstungsgegenständen (Tapeband, Penatencreme, Geldbörse, Lippenstift, Schreibgerät, Visitenkarten, kleine Stirnlampe, Toilettenpapier) noch zusätzlich eine Banane oder einen Apfel unterbringen kann, ist das schon sehr viel.
Von einer dünnen Regenjacke will ich erst überhaupt nicht anfangen. Für dieses Kleidungsstück gab es bisher für mich zwei bekannte Befestigungsmöglichkeiten.
In den Hüftgurttaschen ist der Platz äußerst beschränkt. Wenn ich da neben einigen unerläßlichen Ausrüstungsgegenständen (Tapeband, Penatencreme, Geldbörse, Lippenstift, Schreibgerät, Visitenkarten, kleine Stirnlampe, Toilettenpapier) noch zusätzlich eine Banane oder einen Apfel unterbringen kann, ist das schon sehr viel.
Von einer dünnen Regenjacke will ich erst überhaupt nicht anfangen. Für dieses Kleidungsstück gab es bisher für mich zwei bekannte Befestigungsmöglichkeiten.
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| Bild 1: Mit den Ärmeln um den Körper gebunden |
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| Bild 2: Eingehangen im Hüftgurt |
Beide in den Bildern 1 und 2 dargestellten Befestigungsmöglichkeiten behindern mich beim Wandern massiv und sind damit äußerst nervend.
Letztens hatte ich wieder eine elastische 3 mm-Kordelschnur mit Kordelstopper in der Hand. In der MYOG-Bastelei B1 (Elastische Kordelschnur mit Kordelstopper) beschrieb ich diese kleine Bastelei sehr ausführlich. Diese Teile benutze ich auf meinen Wandertouren überall.
Sofort kam mir eine Idee, wie ich eine Regenjacke optimal an einer Hüftgurttasche befestigen könnte.
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| Bild 3: Kordelstopper (grün) an einer Hüftgurttasche |
Auf den hinteren Teil des geöffneten Hüftgurts schiebe ich zwei elastische Kordelschnüre mit Kordelstopper (grün). Die Regenjacke wird dann einmal zusammengelegt und gefaltet und mit den zwei Kordelstoppern hinten am Hüftgurt befestigt.
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| Bild 4: Trageweise am Hüftgurt am Rücken |
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| Bild 5: Trageweise (vergrößert) |
Durch die Befestigung am Hüftgurt kann die Regenjacke nicht vergessen oder verloren werden, wenn die Hüftgurttasche einmal abgelegt werden sollte. Beim Wandern stört die hinter dem Rücken befestigte Regenjacke überhaupt nicht.
Erste Tests waren sehr zufriedenstellend. Ich bin total begeistert. Nichts
baumelt beim Wandern vor den Füßen rum.
B16)
Trinkgefäß
aus einer Faltflasche von
Platypus anfertigen
Auf meinen Wandertouren benutze ich schon seit einigen Jahren die
1-Liter-Polypropylen-Faltflaschen von Platypus. Mit der Zeit
sind die Faltflaschen durch den sehr intensiven Gebrauch unansehnlich
geworden.
Als Trinkgefäß nutze ich aktuell die Falttasse von
FoldACup.
Jetzt habe ich eine ausgediente Faltflasche ihrer letzten Verwendung
zugeführt.
Dafür schnitt ich die Faltflasche einfach in der Hälfte auseinander, so
dass aus der Faltflasche ein Trinkgefäß entstanden ist.
Das Packmaß des Trinkgefäßes ist einfach genial. Auch das
Gewicht von 10 g gegenüber der FoldACup-Falttasse von 22 g spricht
für sich.
B17) Faltflasche von Platypus platzsparend verstauen
Aktuell habe ich es wohl mit den
Faltflaschen
von
Platypus. Das ist bereits der 2.Beitrag in diesem Monat über
diese Faltflaschen.
Ich nutze diese Faltflaschen auf meinen Wandertouren zur Aufbewahrung von Trinkwasser. Sie lassen sich überall unterbringen, weil man die Faltflaschen selbst im gefüllten Zustand noch in gewisser Weise drücken und quetschen kann, so dass sie fast überall reinpassen.
Sind die Faltflaschen leer, rolle ich sie zusammen (das ist eine Art "falten"😂) und mache einen kleinen Gummi um die zusammengerollten Faltflaschen.
Ich nutze diese Faltflaschen auf meinen Wandertouren zur Aufbewahrung von Trinkwasser. Sie lassen sich überall unterbringen, weil man die Faltflaschen selbst im gefüllten Zustand noch in gewisser Weise drücken und quetschen kann, so dass sie fast überall reinpassen.
Sind die Faltflaschen leer, rolle ich sie zusammen (das ist eine Art "falten"😂) und mache einen kleinen Gummi um die zusammengerollten Faltflaschen.
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| Bild 1: Zusammengerollte Faltflasche mit Gummi |
Jetzt hat die Faltflasche ein optimales Packmaß. Dann packe ich die so vorbereitete Faltflasche immer außen in eine Seiten- oder Netztasche des Rucksacks. Damit ist sie sofort griffbereit, wenn ich wieder Wasser nachfüllen kann.
Dieser "Gummi" ist aber ein "kleines" Problem. Zugegeben, es ist klein, aber mich nervt es manchmal. Entweder der Gummi reißt bei der Benutzung oder er geht verloren. Deshalb habe ich immer mehrere Gummis im Rucksack. Aber irgenwann sind die Gummis verbraucht bzw. verschwunden. Dann kann ich die leere Faltflasche nicht mehr optimal im Rucksack verstauen. Zusammengerollt und ohne Gummi passt sie in die Seitentaschen des Rucksacks, nimmt aber dort anderen Dingen den Platz weg. Wegen der Besonderheit des Materials (Polypropylen) entrollt sich eine Faltflasche ohne Gummi zB in den Netztaschen von allein, wenn ich sie dort unterbringen will. Zusätzlich haben die Faltflaschen an bestimmten Stellen scharfe Kanten, so dass ich aufpassen muss, wie ich die Faltflaschen zB in die Netztaschen packe. Mir wurde schon eine Netztasche durch eine Faltflasche beschädigt.
Deshalb habe ich mir eine Lösung für die zusammengerollten Faltflaschen überlegt, wo ich den Gummi nicht mehr verliere und wo er nicht mehr so leicht reißt.
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| Bild 2: Faltflasche mit eleastischer 3 mm-Kordelschnur |
Hier kommt jetzt mal wieder meine Allzweckwaffe zum Einsatz, elastische 3 mm-Kordelschnur.
Dazu bringe ich an der Faltflasche an der einzig möglichen Stelle neben
dem Flaschenhals eine kleine Öse an. Durch diese Öse kann ich nun die
elastische Kordelschnur fädeln und verknoten. Damit kann ich die
Kordelschnur nicht mehr verlieren. Die Dicke der Kordelschnur garantiert
mir außerdem eine längere Haltbarkeit.
Ich bin gespannt, wie sich das auf Wandertouren bewähren wird ...
Ich bin gespannt, wie sich das auf Wandertouren bewähren wird ...
Nachtrag (Oktober 2023): Die Kordelschnur hat sich auf meiner letzten Wandertour sehr bewährt. Sie
hält und kann nicht verloren gehen. Genau das, was ich mit der Kordelschnur
bezwecken wollte.
B18) Wasserdichte Tasche
aus DCF-Resten für mein
Tagebuch
Auf meinen Wandertouren halte ich nach jeder Tagesetappe meine
Eindrücke vom vergangenen Tag in meinem
Tagebuch
fest. Wenn ich später meine Berichte schreibe, dienen mir die
Eintragungen im Tagebuch als Gedächtnisstütze.
Das Tagebuch steckt meistens im Rucksack, wo es nicht nass werden kann.
Diesmal war es aber in meiner
wasserdichten!
Hüftgurttasche untergebracht. Bei einem starken Regen ist es trotzdem
nass geworden. Das hat mich maßlos geärgert, weil die Seiten des
Tagebuchs teilweise total aufgeweicht waren.
Deshalb bastelte ich mir jetzt eine kleine Tasche aus DCF-Resten.
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Bild 1: Tasche für Tagebuch |
Ich hoffe nun, dass mein Tagebuch in Zukunft vor Wasserschäden verschont bleibt.
B19) 1-Hand-Bedienung
für Schließmechanismus mit
Kordelstopper
In der
MYOG-Bastelei B1
(Elastische
Kordelschnur
mit Kordelstopper) beschrieb ich die Anfertigung dieses kleinen
Hilfsmittels. Auf Wandertouren sind immer mehrere dieser "Teile" in
meinem Rucksack zu finden.
Unterwegs gibt es viele Gelegenheiten für einen möglichen
Einsatz.
Die Bedienung ist denkbar einfach. Mit der einen Hand wird die
elastische Kordelschnur festgehalten und mit der anderen Hand wird der
Kordelstopper entspannt und in die gewünschte Richtung auf der
Kordelschnur verschoben.
Elastische Kordelschnur mit einem Kordelstopper kommt aber bei mir auch
bei einer bestimmten anderen Gelegenheit zum Einsatz. Das ist zB das
Schließen und Öffnen von Ärmelbündchen. Mit elastischer Kordelschnur und
einem Kordelstopper kann ich das Ärmelbündchen sehr leicht verschließen
und öffnen.
Da gibt es nur ein "kleines" Problem. Zur Bedienung werden, wie zuvor
beschrieben, 2 Hände benötigt. Das ist aber an einem Ärmelbündchen
schlecht möglich. Ein kleiner Trick hilft bei der Lösung des
Problems.
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Bild 1: Schließmechanismus an einem Ärmelbündchen |
Das Bild 1 zeigt den Schließmechanismus an einem Ärmelbündchen einer selbstgefertigten Regenjacke aus DCF.
In einen Kanal wurde schwarze
elastische
3-mm-Kordelschnur eingezogen, mit einem Kordelstopper versehen und
verknotet. Wenn das Ärmelbündchen geschlossen werden soll, muss ich am
Knoten der schwarzen elastischen Kordelschnur ziehen. Am linken
Ärmelbündchen geht das aber zB nur mit der rechten Hand. Damit sich der
Kordelstopper nicht bewegt, wurde zusätzlich noch eine gelbe
feste
1-mm-Kordelschnur in den Kanal eingezogen,
ebenfalls
durch den Kordelstopper gefädelt und verknotet. Der Umfang der gelben
Kordelschnur ist gerade so groß, dass das Ärmelbündchen locker am
Handgelenk anliegt und nicht drückt. Wird jetzt mit der rechten Hand
am Knoten der schwarzen elastischen Kordelschnur gezogen, bleibt der
Kordelstopper wegen der gelben Kordelschnur an seinem Platz und bewegt
sich nicht mit. Das Ämelbündchen wird somit verschlossen und an den Arm
gedrückt.
Beim Öffnen wird mit der rechten Hand einfach der Kordelstopper
gedrückt und gezogen, so dass sich das Ärmelbündchen "weiten" kann, d.h.
geöffnet wird.
Auch beim Schließen ("Abdichten") der Regenjacke im Hüftbereich
verwende ich diesen Schließmechanismus.
B20) Trekkingplattform-Anker aus einer 2 mm -Fahrradspeiche
(Edelstahl) biegen
Deutschland ist durchzogen von sehr schönen Wanderwegen. Wildcampen ist
in Deutschland bis auf ganz wenige Ausnahmen verboten. Wanderer tun das
aber trotzdem, weil es oft keine andere Möglichkeit gibt.
Damit Wanderer nicht heimlich irgendwo in der freien Natur ihre Zelte/Tarps aufschlagen, sind viele Organisationen, die Wanderwege betreuen, dazu übergegangen, sogenannte "Trekking-Plattformen" anzulegen. Das sind Holzplattformen, die mit Brettern, ähnlich einer Holzterasse, belegt sind. Die Bretter haben in der Regel einen Abstand von mindestens 5 mm, so dass für eine gute Belüftung gesorgt ist. Der Platz auf diesen Trekking-Plattformen ist natürlich sehr begrenzt. Für viele dieser Trekking-Plattformen gibt es Anmeldelisten im Internet und damit auch zwangsläufig Wartelisten.
Das ist das eine Problem mit den Trekking-Plattformen. Wer einen Platz auf einer Trekking-Plattform ergattert hat, steht dann allerdings vor einem zweiten Problem. Mit normalen Heringen kann ein Zelt/Tarp nicht aufgebaut werden. Dafür sind spezielle "Plattform-Anker" erforderlich.
Damit Wanderer nicht heimlich irgendwo in der freien Natur ihre Zelte/Tarps aufschlagen, sind viele Organisationen, die Wanderwege betreuen, dazu übergegangen, sogenannte "Trekking-Plattformen" anzulegen. Das sind Holzplattformen, die mit Brettern, ähnlich einer Holzterasse, belegt sind. Die Bretter haben in der Regel einen Abstand von mindestens 5 mm, so dass für eine gute Belüftung gesorgt ist. Der Platz auf diesen Trekking-Plattformen ist natürlich sehr begrenzt. Für viele dieser Trekking-Plattformen gibt es Anmeldelisten im Internet und damit auch zwangsläufig Wartelisten.
Das ist das eine Problem mit den Trekking-Plattformen. Wer einen Platz auf einer Trekking-Plattform ergattert hat, steht dann allerdings vor einem zweiten Problem. Mit normalen Heringen kann ein Zelt/Tarp nicht aufgebaut werden. Dafür sind spezielle "Plattform-Anker" erforderlich.
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| Bild 1: Handelsüblicher Plattform-Anker |
Dieser Plattform-Anker wiegt 15 g. Ich benötige für mein Zelt/Tarp mindestens 6 dieser Plattform-Anker. Insgesamt sind das also 90 g. Bei einer 10-Tages-Wandertour, wo zweimal eine Übernachtung auf einer Trekking-Plattform geplant ist, müsste ich 90 g durch die Gegend schleppen. Damit könnte ich mich noch arrangieren. Aber problematisch ist für mich das "außerirdische" Packmaß der handelsüblichen Plattform-Anker. Das entsteht durch die "übergroße" Feder, die an dem Plattform-Anker angebracht ist. Diese Feder hat aber eine zentrale Bedeutung für den Plattform-Anker. Sie verhindert das Wegrutschen des Plattform-Ankers auf dem Holzboden.
Jetzt stehe ich vor einer Frage.
Packmaß und Gewicht akzeptieren oder nach einer anderen Lösung suchen?
Aus einer
2 mm -Fahrradspeiche (Edelstahl)
bog ich mir einen Prototypen für einen Plattform-Anker.
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| Bild 3: Werkzeuge und Hilfsmittel für den Plattform-Anker |
Von meinem Nachbar, einem versierten Schlosser, erhielt ich ein Hilfsmittel zum Biegen der "großen" Öse (Durchmesser ca. 25 mm) und wichtige Tipps zur Verarbeitung. Der Plattform-Anker war schnell gebogen. Überrascht war ich, wie wenig von der 290 mm langen Fahrradspeiche übriggeblieben ist. Im Bild 3 sind die kleinen Reste zu sehen. Mit einem normalen Seitenschneider war der Fahrradspeiche nicht beizukommen. Dazu war eine ordentliche Kneifzange erforderlich. Die Kneifzange setzte ich beim Zurechtschneiden etwas schräg an, so dass eine schräge und scharfe Schnittkante entstanden ist.
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| Bild 4: Plattform-Anker mit Zeltschnur |
Die scharfe Schnittkante des Plattform-Ankers soll sich unter den Holzbrettern der Trekking-Plattform "verkrallen", so waren meine Gedanken.
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| Bild 5: Plattform-Anker mit gespannter Zeltschnur |
Aber so einfach war das bei einem ersten Test nicht.
Nun besteht meine Terasse aus Hartholz und mein Plattform-Anker verkrallte sich nicht richtig im Holz, sondern verrutschte beim Zug an der Zeltleine. Genau das verhindert die "übergroße" Feder an dem handelsüblichen Plattform-Anker.
Was nun?
Handelsübliche Plattform-Anker oder MYOG-Plattform-Anker verwenden?
Trotzdem werde ich erstmal die Plattform-Anker biegen.
Mein Plattform-Anker wiegt 5 g. Insgesant sind das also 30 g bei 6 benötigten Plattform-Ankern.
Ich rechne damit, dass sich meine Plattform-Anker besser in normales Holz "verkrallen" und damit unter Spannung nur wenig wegrutschen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Trekking-Plattformen mit Hartholz-Brettern belegt sind. Hartholz ist für solche Zwecke einfach zu teuer.
Beim Einsatz meiner Plattform-Anker könnte ich, wenn das erforderlich
ist, die Plattform-Anker noch mit einem kleinen Ast oder Stein
"verkeilen" (siehe Bild 6).
Das Gewicht und das Packmaß sind jedenfalls optimal.
Wie die Handhabung funktioniert, muss die Praxis zeigen...
Das Gewicht und das Packmaß sind jedenfalls optimal.
Wie die Handhabung funktioniert, muss die Praxis zeigen...
Nachtrag (Dezember 2024): Gerade gebaut, gibt es schon den ersten Nachtrag.
Dieser Nachtrag soll aber nur 2 weitere leicht zu realisierende
Möglichkeiten aufzeigen.
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Bild 7: weitere Plattform-Anker |
(1) und (4) aus dem Bild 7 sind die zuvor erwähnten Plattform-Anker.
(2)
ist ein
Dübel
aus dem Baumarkt, der für Befestigungen an Gipskarton-Platten zum
Einsatz kommt. Die Gewindestange hat einen Durchmesser von 3 mm. Das ist
der Dübel mit den kleinsten Abmessungen, den ich finden konnte. Der
Dübel wiegt 12 g, also für 6 Dübel ergibt sich ein Gewicht von 72 g. Der
"Haken" an dem Dübel ist, dass die Bretter auf der Trekking-Plattform
mindestens einen Spalt von 12 mm bilden müssen, sonst passt der Dübel
nicht rein.
(3)
ist ein
Keil
aus dem Baumarkt, der gerne von Fliesenlegern verwendet wird. Die
maximale Dicke ist 6 mm. Für größere Spalten können 2 oder sogar 3 Keile
ineinandergeschoben werden. Das
Bild 7
zeigt auch 2 ineinandergeschobene Keile. Die Keile besitzen oben ein
Loch, so dass dort eine 2 mm -Kordelschnur eingefädelt werden könnte.
Ein Keil wiegt 4 g. Für Trekking-Plattformen mit breiten Spalten werden
aber nicht nur 6 Keile, sondern sogar 12 Keile benötigt. Das sind dann
insgesamt 48 g. Wer ganz auf der sicheren Seite sein will, sollte noch
den einen oder anderen Ersatzkeil einpacken, so dass bei 3 weiteren
Keilen schnell mal 60 g erreicht werden können. Die Keile müssen schon
ordentlich festgeklopft werden, wenn sie nicht verrutschen sollen.
B21) Anheftpunkte
für ein
BugNet
nachrüsten
Auf vielen Wandertouren, speziell in einigen Ländern der Welt, sind
BugNets
zu bestimmten Jahreszeiten unbedingt erforderlich.
Handelsübliche BugNets werden in der Regel einfach in der Spitze des Zeltes/Tarps mit einem Haken oder einer Schnur befestigt. Auf dem Boden dienen meistens Stoffösen der Fixierung. Dafür werden kleine Heringe benötigt. Eine andere Möglichkeit sind elast. Kordelschnüre an den Ecken des BugNets. Beim Aufbau des BugNets in einem Zelt/Tarp muss man in die engen und flachen Ecken kriechen. Nach einem anstrengenden Wandertag kann das problematisch sein.
Deshalb überlegte ich mir eine Lösung mit einer elast. 1 mm-Kordelschnur und einem Knebelknopf. Die Knebelknöpfe kann ich dann in die "Innenschlaufen" der Abspannpunkte einhängen.
Handelsübliche BugNets werden in der Regel einfach in der Spitze des Zeltes/Tarps mit einem Haken oder einer Schnur befestigt. Auf dem Boden dienen meistens Stoffösen der Fixierung. Dafür werden kleine Heringe benötigt. Eine andere Möglichkeit sind elast. Kordelschnüre an den Ecken des BugNets. Beim Aufbau des BugNets in einem Zelt/Tarp muss man in die engen und flachen Ecken kriechen. Nach einem anstrengenden Wandertag kann das problematisch sein.
Deshalb überlegte ich mir eine Lösung mit einer elast. 1 mm-Kordelschnur und einem Knebelknopf. Die Knebelknöpfe kann ich dann in die "Innenschlaufen" der Abspannpunkte einhängen.
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| Bild 1: Innenschlaufe an einem XFOIL-Tarp |
Das dürfte wesentlich leichter gehen. Bedingung ist aber, dass die Abspannpunkte innen die genannten Schlaufen haben. Nach und nach werde ich alle meine Tarps und Zelte mit solchen innen liegenden Schlaufen nachrüsten. Mein XFOIL-Tarp aus dem MYOG-Projekt C31 (Tarp aus XFOIL anfertigen) besitzt bereits solche Innenschlaufen (siehe Bild 1).
Die roten
Stoffösen
und die
Knebelknöpfe
erlauben mir nun verschiedene Befestigungsmöglichkeiten für das
BugNet.
B22) BugNet in der Breite ändern
Meine neueste Errungenschaft ist ein
BugNet
von
SeaToSummit, das ganze
98 g
wiegt.
In der Bastelei B21 (Anheftpunkte für ein BugNet nachrüsten) brachte ich an den herstellerseitigen 4 Schlaufen noch je einen Knebelknopf mit einer elast. 1 mm-Kordelschnur an. Einerseits kann ich das BugNet mit den Schlaufen und kleinen Heringen am Boden befestigen. Andererseits kann ich mit den Knebelknöpfen das BugNet aber auch in die Innenschlaufen meiner Tarps einhängen. Wenn ich das so mache, muss ich beim Abbau des Tarps das BugNet nichtmal abmachen, was sehr praktisch wäre.
Einen kleinen Nachteil hat das gekaufte BugNet. Es hat eine Standardbreite von ca. 1 Meter.
In der Bastelei B21 (Anheftpunkte für ein BugNet nachrüsten) brachte ich an den herstellerseitigen 4 Schlaufen noch je einen Knebelknopf mit einer elast. 1 mm-Kordelschnur an. Einerseits kann ich das BugNet mit den Schlaufen und kleinen Heringen am Boden befestigen. Andererseits kann ich mit den Knebelknöpfen das BugNet aber auch in die Innenschlaufen meiner Tarps einhängen. Wenn ich das so mache, muss ich beim Abbau des Tarps das BugNet nichtmal abmachen, was sehr praktisch wäre.
Einen kleinen Nachteil hat das gekaufte BugNet. Es hat eine Standardbreite von ca. 1 Meter.
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| Bild 1: BugNet in der Breite von 1 Meter |
Mein XFOIL-Tarp hat in der Breite aber nur einen Platz von ca. 0,7 Meter. Also habe ich mir überlegt, wie ich die Breite des BugNets je nach Bedarf sehr schnell verändern kann, von 1 Meter auf 0,7 Meter und umgekehrt.
Wiedermal mussten für die Lösung die guten alten Kam-Snaps herhalten. Da, wo ich die Kam-Snaps anbringen wollte, klebte ich von beiden Seiten etwas "selbsthergestelltes" Filament-Klebeband auf (siehe MYOG-Projekt C31 (Tarp aus XFOIL anfertigen)). Die beiden Flicken verkleben sich durch die Maschen des BugNets hindurch.
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Bild 2: Flicken für die Kam-Snaps |
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| Bild 3: angebrachte Kam-Snaps |
Dann werden die so angebrachten Kam-Snaps einfach verbunden. Fertig ist die Verkleinerung der Breite des BugNets von 1 Meter auf ca. 0,7 Meter.
Im Outdoor-Einsatz muss sich zeigen, ob sich diese kleine Änderung der Breite des BugNets bewährt.
B23) Ein neues Verfahren einen
Quilt
mit einer
Isomatte
zu verbinden
Die beiden Methoden für die Verbindung eines Quilts und einer Isomatte, die
Knopflochgummi-Methode
und die
Klemm-Methode, wie ich sie hier in der
MYOG-Bastelei B4
(Einen Quilt variabel mit einer
Isomatte verbinden) beschrieb, funktionieren nicht so richtig.
Es gibt das eine oder andere Problem, das mich immer wieder in der
Nacht zu Korrektur-Tätigkeiten zwingt. Das stört den Schlaf und führt zu
Wachphasen, die nicht notwendig wären.
Deshalb suchte ich nach einem neuen Verfahren, das keine Korrektur-Aktivitäten in der Nacht erfordert.
Deshalb suchte ich nach einem neuen Verfahren, das keine Korrektur-Aktivitäten in der Nacht erfordert.
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| Bild 1: elast. Kordelschnur für die Verbindung |
Für die Verbindung von Quilt und Isomatte will ich wieder auf eine elast. 3 mm-Kordelschnur zurückgreifen.
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| Bild 2: Schlaufe am Quilt |
Die herstellerseitige Schlaufe (siehe Bild 2, ca. 3 cm lang) ist für mein Vorhaben viel zu groß. Deshalb verkleinerte ich die Schlaufe mit einem Kam-Snap so, dass gerade eine elast. 3 mm-Kordelschnur hindurchpasst.
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| Bild 3: Ring aus elast. 3 mm-Kordelschnur |
In die so verkleinerte Schlaufe fädelte ich einen Ring aus elast. 3 mm-Kordelschnur ein.
Erklärung der Bezeichnungen:
(1) Ring aus elast. 3 mm-Kordelschnur
(2) Schlaufe aus fester 2 mm-Kordelschnur mit einem Prusikknoten
(3) elast. 3 mm-Kordelschnur
(4) S-Biner 30 mmm
Auf der (3) elast. 3 mm-Kordelschnur befestigte ich mit einem 3-fach Prusikknoten eine weitere (2) Schlaufe. Durch den straff angezogenen Prusikknoten lässt sich die (2) Schlaufe mit etwas Kraftanstrengung auf der (3) elast. 3 mm-Kordelschnur in die gewünschte Position bewegen. Der (1) Ring wird jetzt mit der (2) Schlaufe durch einen (4) S-Biner verbunden.
Fertig ist die variable Verbindung eines Quilts mit einer Isomatte.
(2) Schlaufe aus fester 2 mm-Kordelschnur mit einem Prusikknoten
(3) elast. 3 mm-Kordelschnur
(4) S-Biner 30 mmm
Auf der (3) elast. 3 mm-Kordelschnur befestigte ich mit einem 3-fach Prusikknoten eine weitere (2) Schlaufe. Durch den straff angezogenen Prusikknoten lässt sich die (2) Schlaufe mit etwas Kraftanstrengung auf der (3) elast. 3 mm-Kordelschnur in die gewünschte Position bewegen. Der (1) Ring wird jetzt mit der (2) Schlaufe durch einen (4) S-Biner verbunden.
Fertig ist die variable Verbindung eines Quilts mit einer Isomatte.
Nachtrag (Juni 2025): Die neue Befestigungsvariante hat sich auf meiner Wandertour über die
Südroute
des
Goldsteigs
(376 km) hervorragend bewährt. Egal, wie man sich in der Nacht bewegt
und dreht, da löst sich nichts. Die S-Biner stören beim Schlaf
nicht.
B24) DCF-Reparaturflicken (rund, eckig) herstellen
Aus gegebenem Anlass (Reparatur meines schwarzen Rucksacks
zpacks Nero 38 L) brauchte ich runde und eckige
DCF-Reparaturflicken.
Die wollte ich mir selber herstellen. Als Material hatte ich noch Reste eines mir geeignet erscheinenden DCF-Materials (CT5K.18/blkwov, 102 g/qm) übrig. Schnell war mit dem Zirkel ein Kreis von 3,5 cm (so groß sind die originalen DCF-Reparaturflicken) auf einem Plastikrest aufgezeichnet. Der ausgeschnittene Plastikkreis diente mir als Vorlage.
Die wollte ich mir selber herstellen. Als Material hatte ich noch Reste eines mir geeignet erscheinenden DCF-Materials (CT5K.18/blkwov, 102 g/qm) übrig. Schnell war mit dem Zirkel ein Kreis von 3,5 cm (so groß sind die originalen DCF-Reparaturflicken) auf einem Plastikrest aufgezeichnet. Der ausgeschnittene Plastikkreis diente mir als Vorlage.
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| Bild 1: 7 cm -Kreisvorlage aus Plastik |
Mit der Schere schnitt ich die Kreise auf dem DCF-Material aus.
Auf der Rückseite beklebte ich die ausgeschnittenen DCF-Reparaturflicken
vollflächig mit
2 cm -DCF-Transferklebeband.
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| Bild 3: DCF-Reparaturflicken mit Transferklebeband auf der Rückseite |
Zum Schluss stellte ich noch zwei weitere rechteckige DCF-Reparaturflicken her.
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| Bild 4: runde und rechteckige DCF-Reparaturflicken |
Jetzt konnte ich die Repeparatur des Rucksacks angehen.
B25)
Handy-Halterung
für unterwegs
Wenn ich auf Touren am Abend meine Tagesberichte für Facebook verfasse,
tue ich das mit der "friemeligen" Handy-Tastatur. Nach einem langen
Wandertag ist das oft sehr mühselig. Ich wünsche mir dann manchmal eine
Halterung für das Handy und eine kleine leichte Tastatur, auf der ich
wie zuhause relativ flüssig mit dem "Adler-Suchsystem (Buchstabe
einkreisen und draufstürzen😀)" schreiben kann.
Welche Tastatur ich verwende, muss ich ausprobieren.
B26) Schnürung für Wanderschuhe (Runners Knot mit
"Zusatz")
Mit der Schnürung von Wanderschuhen haben viele Wanderer das eine oder
andere Problem.
Sitzt der Knoten (oder Doppelknoten) zu fest, drückt er auf den Spann, was sehr unangenehm sein kann. Ist der Knoten zu locker gebunden, rutscht der Fuß im Wanderschuh hin und her. Blasen sind dann vorprogrammiert.
Ein weiteres Problem sind sich lösende Knoten, die ständig nachgebunden werden müssen.
Für die beiden genannten Probleme habe ich im Internet eine Lösung gefunden, die ich hier erläutern will.
Um die Belastung vom Spann wegzunehmen gibt es den sogenannten Runners Knot.
Sitzt der Knoten (oder Doppelknoten) zu fest, drückt er auf den Spann, was sehr unangenehm sein kann. Ist der Knoten zu locker gebunden, rutscht der Fuß im Wanderschuh hin und her. Blasen sind dann vorprogrammiert.
Ein weiteres Problem sind sich lösende Knoten, die ständig nachgebunden werden müssen.
Für die beiden genannten Probleme habe ich im Internet eine Lösung gefunden, die ich hier erläutern will.
Um die Belastung vom Spann wegzunehmen gibt es den sogenannten Runners Knot.
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| Bild 1: Schlaufen an beiden Seiten bilden |
An der Schnürung wird an den beiden oberen Löchern eine kleine Schlaufe gebildet (rote Markierung im Bild 1).
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| Bild 2: Schnürsenkel durch die Schlaufen ziehen |
Jetzt werden die Enden der Schnürsenkel (rote Markierung) durch die jeweils gegenüberliegenden Schlaufen (hellblaue Markierung) gefädelt.
Fertig ist der Runners Knot.
Der muss jetzt nur noch straff angezogen werden. Durch das Anziehen des Runners Knots verlagert sich der Druckpunkt an die Seiten der Schnürung. Er liegt nicht mehr direkt auf dem Spann.
Nun fehlt nur noch ein Knoten, der sich nicht so einfach von selbst löst. Viele lösen das durch einen Doppelknoten. Das hat den Nachteil, dass dieser Doppelknoten nicht ohne Probleme gelöst werden kann. Mit klammen oder sogar kalten Fingern wird das noch schwerer.
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| Bild 3: "Doppel"-Knoten für Schleife |
Dafür wird ein Knoten gebildet, wo sich die Schnürsenkel zweimal umeinander winden.
Diese Schleife (hellblaue Markierung im Bild 4) wird nun noch
einmal durch die Schnürung gesteckt und fest angezogen.
Fertig ist der Runners Knot mit "Zusatz".
Was ist der Vorteil dieser Schnürung?
(1) Die Spanung liegt durch den Runners Knot an den Seiten der Schnürung und nicht hauptsächlich auf dem Spann.
(2) Durch den "Zusatz", der eigentlich aus zwei zusätzlichen Knoten besteht, kann die Schleife ganz einfach an den Enden der Schnürsenkel, wie jede "normale" Schleife, ohne jegliche "Fummelei" (wie zB bei einem Doppelknoten) aufgezogen werden. Durch die zwei doppelten Knoten (etwas Physik: mehr Reibung der Schnürsenkel!!!) löst sich die Schleife auch nicht so leicht von alleine. Seit ich diese Art der Schnürung verwende, ist mir das noch nie passiert. Die Schleife kann auch etwas lockerer gebunden werden und drückt damit nicht so auf den Spann.
Mit etwas Übung findet man sehr schnell ein gutes Maß für die richtige Spannung des Runners Knot und den "Zusatz", so dass die Schnürung nicht mehr drückt und der Fuß trotzdem fest im Wanderschuh sitzt.
Fertig ist der Runners Knot mit "Zusatz".
Was ist der Vorteil dieser Schnürung?
(1) Die Spanung liegt durch den Runners Knot an den Seiten der Schnürung und nicht hauptsächlich auf dem Spann.
(2) Durch den "Zusatz", der eigentlich aus zwei zusätzlichen Knoten besteht, kann die Schleife ganz einfach an den Enden der Schnürsenkel, wie jede "normale" Schleife, ohne jegliche "Fummelei" (wie zB bei einem Doppelknoten) aufgezogen werden. Durch die zwei doppelten Knoten (etwas Physik: mehr Reibung der Schnürsenkel!!!) löst sich die Schleife auch nicht so leicht von alleine. Seit ich diese Art der Schnürung verwende, ist mir das noch nie passiert. Die Schleife kann auch etwas lockerer gebunden werden und drückt damit nicht so auf den Spann.
Mit etwas Übung findet man sehr schnell ein gutes Maß für die richtige Spannung des Runners Knot und den "Zusatz", so dass die Schnürung nicht mehr drückt und der Fuß trotzdem fest im Wanderschuh sitzt.
B27) Hosengürtel mit Druckknöpfen
Dieser Tage fiel mir ein 2 cm breites elast. Gurtband in der Farbe schwarz
in die Hände. Ich überlegte, warum ich es gekauft hatte. Mir fiel erstmal
kein vernünftiger Grund ein.
Aber ein anderer Gedanke schoß mir sofort durch den Kopf. Schon seit einigen Jahren verwende ich die Gürtel von clip.ho. Die Gürtel sind perfekt für Wanderer, weil es da keine Gürtelschnalle gibt, die zusätzlich zum Verschluss des Hüftgurts eines Rucksacks auf den Bauch drücken kann.
Aber ein anderer Gedanke schoß mir sofort durch den Kopf. Schon seit einigen Jahren verwende ich die Gürtel von clip.ho. Die Gürtel sind perfekt für Wanderer, weil es da keine Gürtelschnalle gibt, die zusätzlich zum Verschluss des Hüftgurts eines Rucksacks auf den Bauch drücken kann.
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| Bild 1: Hosengürtel mit Blitzverschluss |
Sofort probierte ich den Hosengürtel mit einem Blitzverschluss aus. Das funktioniert, auch das Gewicht von 18 g passt, aber der Verschluss sitzt eben, wie bei einem normalen Hosengürtel, in der Mitte auf dem Bauch.
Farbige Druckknöpfe hatte ich noch in meinem Ersatzteillager herumliegen.
Schnell war ein Hosengürtel mit Druckknöpfen gebastelt.
Bedeutung der Bezeichnungen:
(1) Hosengürtel von clip.ho
(2) mein Hosengürtel
Der clip.ho-Gürtel wiegt 36 g, was ja nicht viel ist.
(1) Hosengürtel von clip.ho
(2) mein Hosengürtel
Der clip.ho-Gürtel wiegt 36 g, was ja nicht viel ist.
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| Bild 3: Mein Hosengürtel im Einsatz |
Aber weil ich immer an Gewichtseinsparungen interessiert bin, mögen sie auch noch so gering ausfallen, will ich ab sofort meinen eigenen Hosengürtel mit Druckknöpfen ausprobieren.
Er wiegt nur noch 17 g.
Immerhin, weniger als die Hälfte des Original-Hosengürtels von
clip.ho.
B28) Umfallsichere Halterung für
Tassen
Wenn
der
Kaffee/Tee
zubereitet
ist,
kommt
dann
gelegentlich
der
Augenblick,
wo
die
Tasse
abgestellt
werden
muss.
Aber
so,
dass
sie
nicht
umfallen
kann.
Aber wohin und wie?
Das ist nicht so einfach, wenn das Gelände zB uneben ist. Ein User in einem ULT-Forum hatte eine geniale Idee.
Aber wohin und wie?
Das ist nicht so einfach, wenn das Gelände zB uneben ist. Ein User in einem ULT-Forum hatte eine geniale Idee.





