Jahr 2015
Im Januar 2015 waren wir, wie in jedem Jahr, eine Woche im
Skiurlaub (nur Abfahrt) in Österreich in Itter. Dort sah ich „sie“ dann
erstmals bewusst. In den vorherigen Jahren waren sie mir überhaupt nicht
aufgefallen. Die Tourenski-Geher. Drahtige Kerle und sportliche Frauen
jeden Alters. Am Rande der Abfahrtspisten sind sie von der Talstation bis
zur höchsten erreichbaren Liftstation aufgestiegen. Bei jeder Abfahrt sah
ich sie und war beeindruckt von ihrer Ausdauer und Willensstärke. Wenn sie
dann ihr Tagesziel erreicht hatten, sah ich sehr interessiert zu, wie sie
ihre Ausrüstung vom Aufstieg zur Abfahrt umrüsteten. Aufstiegsfelle
abmachen und verstauen, Skibindung auf Abfahrt umbauen. Das möchte ich
auch mal machen, waren so meine Gedanken.
Gleich im
März 2015 meldete ich mich dann zu einem Anfängerkurs für
Tourenski-Geher im Sellrain (Westfalen-Hütte) in Österreich an, 4
Tage, von Freitag bis Montag. Wir waren 3 Teilnehmer (2 38jährige und ich)
und ein Bergführer, der Franz aus Mittenwald, ca. 64 Jahre alt. In meiner
Einfalt dachte ich, dass ich, trotz meines damaligen Alters von 61 Jahren,
sportlich einigermaßen trainiert bin. Aber nie vorher und auch nie nachher
bin ich sportlich so an meine Grenzen gestoßen. Jeden Tag eine Skitour mit
Aufstiegen über viele Höhenmeter bis über 3000 Meter, mit anschließender
Abfahrt im Tiefschnee, was ich vorher auch noch nicht gemacht hatte.
Trotzdem war es ein unglaubliches Erlebnis, was ich irgendwann gerne
wiederholen würde.
Im Mai 2015 unternahm ich dann eine
Mehrtageswanderung über den Rennsteig (170 km in 5 Tagen).
Diesmal übernachtete ich nicht in festen Unterkünften, sondern in offenen
Schutzhütten.
Im September 2015 startete ich dann eine
weitere Mehrtageswanderung von Schochwitz, meinem Heimatort, nach
Seesen (geplant waren 140 km in 4 Tagen) am westlichen Rand des
Harzes. Bei dieser Tour gab ich meinem Routenplanungsprogramm (BaseCamp)
lediglich den Startpunkt der Tour, mein Wohnhaus in Schochwitz, und den
Endpunkt der Tour, den Bahnhof in Seesen, vor. Dann ließ ich das Programm
eine Route berechnen. Diese Route wollte ich dann wandern. Wie an der
Formulierung „geplant“ zu erahnen ist, musste ich die Mehrtageswanderung
nach 1,5 Tagen abrechen. Den Grund für den Abbruch erfahrt ihr unter dem
Menüpunkt
Ausrüstung, speziell in der Kategorie Schuhe. Manch einer wird ahnen, was
passiert ist. Mit dieser Tour sollte es aber beim 2.Versuch im
August 2017, diesmal in umgekehrter Richtung von Seesen nach
Schochwitz, auch Probleme geben. Wieder musste ich nach 1,5 Tagen
abbrechen und frustriert und wütend von Clausthal-Zellerfeld die Heimreise
antreten. Auch diesen Abbruchgrund erfahrt ihr unter dem Menüpunkt
Ausrüstung, speziell in der Kategorie Navigation. Den 3.Versuch, gleich
anschließend im September 2017, konnte ich schließlich erfolgreich
abschließen.
Jahr 2016
Im April 2016 ließ ich mich für einen
Wandermarathon „Rund um Kulmbach“ (42 km an einem Tag)
registrieren. Nur maximal 500 Teilnehmer waren zugelassen. Dementsprechend
„tricky“ war das Registrierungsverfahren. Wenn ich mich recht erinnere war
die Anmeldung nur an einem bestimmten Tag im Januar, nach Mitternacht,
möglich. Verrückt, meine Frau hat nur mit dem Kopf geschüttelt.
Überraschenderweise konnte ich einen Startplatz ergattern. Bei dieser
extremen Tageswanderung erlebte ich mein persönliches Waterloo. Nach 25
km, was keine außergewöhnliche Distanz ist, musste ich den Wandermarathon
abbrechen und mit dem Besenwagen zum Start-Zielpunkt zurückfahren. Den
Grund erfahrt ihr auch diesmal im Menüpunkt
Planung, speziell in der Kategorie Ernährung und Gruppendynamik.
Die Trekking-Experten ahnen sicherlich, was passiert ist.
Im
Mai 2016 führte ich eine Mehrtageswanderung mit meinen beiden
Brüdern in der Märkischen Schweiz (138 km in 5 Tagen) durch. Wir
übernachteten in festen Unterkünften, die einer meiner Brüder organisiert
hatte. Die Route von Unterkunft zu Unterkunft legte ich dann fest.
Im
Juli/August 2016 führte ich dann endlich die erste
Langstreckenwanderung mit meiner Frau durch. Für diese gemeinsame Tour
hatten wir uns den Europäischen Fernwanderweg E9 ausgesucht (200 km
in 12 Tagen, 10 Wandertage, 2 Zero-Days), der in großen Teilen sehr nahe
an der Ostseeküste verläuft. Wir übernachteten im Zelt, teilweise im
Freien oder auf Zeltplätzen. Startpunkt war der Ostseebadeort Heringsdorf
auf der Insel Usedom. Zielpunkt war der Campingplatz in Zingst auf der
Halbinsel Darß. Das war eine landschaftlich sehr schöne Wanderung. Wir
hatten unglaublich schöne Zeltplätze, einmal mitten im Wald auf
samtweichem Moos, einmal ganz alleine am Ostseestrand. Mit Überraschung
mussten wir feststellen, dass wir in diesen 12 Tagen keinen einzigen
anderen Wanderer trafen. Radfahrer ja, aber keine Wanderer. Schade, bei so
einer fantastischen Landschaft.
Jahr 2017
Im Mai 2017 war ich mal
wieder auf einer Mehrtageswanderung im Harz unterwegs, von
Wernigerode bis Nordhausen (50 km in 2 Tagen). Auf dieser
Tour ist mir bei der Navigation erstmals aufgefallen, das die
Garmin-Karten, die ich bis zu diesem Zeitpunkt benutzte, teilweise viel
mehr Wanderwege anzeigen als die OSM-Karten. Laut Navi sollte ich auf
Wegen unterwegs sein, die es überhaupt nicht mehr gab bzw. die nicht mehr
begehbar waren. Ab diesem Zeitpunkt legte ich mein Augenmerk verstärkt auf
die OSM-Karten. In den OSM-Karten gibt es oft weniger Wanderwege in einem
bestimmten Gebiet, aber die angezeigten Wanderwege sind begehbar.
Im Mai 2017 war ich auch noch mal auf einer
Mehrtageswanderung im Harz (Harzer Hexenstieg, Südvariante,
100 km in 3 Tagen) unterwegs. Diese Tour diente als Vorbereitung
auf meine erste Solo-Langstreckenwanderung.
Im
Juli 2017 war es dann endlich soweit. Ich bin zu meiner ersten
Solo-Langstreckenwanderung, dem
Olavsweg
(Norwegen, 643 km in 26 Tagen), aufgebrochen. In meinem Blog zu
dieser Tour, die ich als ThruHike beenden konnte, könnt ihr
nachlesen, wie ich die Tour plante, was ich bei der Ausführung erlebte und
ein abschließendes Fazit wird auch nicht fehlen.
Im
Oktober 2017 war ich zum Jahresabschluss nochmal auf einer
Mehrtageswanderung im Harz (von Goslar nach
Schochwitz, 135 km in 4 Tagen) unterwegs. Diesmal erteilte
ich wieder meinem Routenplanungsprogramm (BaseCamp) die „Erlaubnis“ die
Route von Goslar nach Schochwitz zu berechnen. Es war auch alles in
Ordnung, aber trotzdem musste ich die Tour nach 2 Tagen abbrechen. Den
Grund erfahrt ihr auch diesmal im Menüpunkt
Ausrüstung, speziell in der Kategorie Übernachtung. Die Trekking-Experten
werden auch diesmal ahnen, was passiert ist.
Auch meine
schönsten und interessantesten Mehrtageswanderungen (MW) werde ich
in einer Liste veröffentlichen. Zu jeder Mehrtageswanderung werde ich
einen kurzen Bericht verfassen und auch eine Download-Möglichkeit für
Tracks und Wegpunkte wird es geben. Der GPX-Link im Tourenverzeichnis
verzweigt bei einer Mehrtageswanderung in ein
Google-Drive-Verzeichnis. In diesem Verzeichnis steht eine
GPX-Datei, die meine eigenen Tracks enthält.
Jahr 2018
Im Februar/März 2018 war ich in Spanien auf dem
Jakobsweg Via de la Plata, Teil 1
(516 km) unterwegs. Dieser Weg ist noch nicht so überlaufen, wie
die anderen Jakobswege weiter nördlich. Leider musste ich nach ca.
516 km, kurz vor Salamanca, meine Tour überraschend abbrechen, weil
meine Frau schwer erkrankt war. Über die erste Hälfte der Tour gibt es
einen Bericht. Die fehlende zweite Hälfte des Jakobsweges werde ich bei
Gelegenheit nachholen.
Im Mai/Juni 2018 war ich in den
Ostdeutschen Mittelgebirgen
(Kammweg im Erzgebirge, Rennsteig im Thüringer Wald,
Naturpark Hainich, Hainleite und Kyffhäuser) wandern.
Speziell der Kammweg im Erzgebirge stand schon lange auf meinem Plan. Den
Rennsteig bin ich im Mai 2015 schon einmal in einer
Mehrtageswanderung gegangen, allerdings in der Richtung von Hörschel nach
Blankenstein. Diesmal bestritt ich, im Anschluss an den Kammweg im
Erzgebirge, den Rennsteig in der Gegenrichtung von Blankenstein nach
Hörschel. Die Streckenlänge betrug insgesamt 610 km. 20 Tage hat die
Wanderung gedauert. Über diese Wandertour existiert ebenfalls ein Bericht.
Im September 2018
war ich auf einer Mehrtageswanderung im Harz (von
Goslar nach Schochwitz, 140 km in 5 Tagen) unterwegs.
Diese Wandertour musste ich im Oktober 2017 abbrechen, weil ich
kleidungsmäßig nicht auf Nachttemperaturen um den Gefrierpunkt eingestellt
war. Diesmal hat alles so funktioniert, wie ich es geplant hatte.
Den
Jakobsweg Via de la Plata, Teil 2
(485 km) in Spanien absolvierte ich im
Oktober/November 2018. Was ich dabei erlebte, könnt ihr in meinem
Bericht zu dieser Wandertour nachlesen.
Den Jakobsweg Via de la Plata konnte ich durch diese Zweiteilung
leider nicht als ThruHike beenden. Eine Wandertour, die aus
mehreren Abschnitten besteht, wird als
SectionHike bezeichnet.
Jahr 2019
Anfang Mai 2019 veröffentlichte ich mein
erstes Wanderprojekt
Deutsche Langstreckenwanderungen
(DLW, German Long Walks) in meinem Blog. Am 21.Mai 2019 bin ich mit dem Zug nach
Bansin gefahren und begann am nächsten Tag den ersten Teil des
Wanderprojekts, den
Deutscher Küstenweg (DKW, German Coast To Coast Trail, 1189 km). Nach 38 Tagen, am
28.06.2019, beendete ich die Wandertour auf dem Bahnhof in
Emden als ThruHike. In einem Bericht beschreibe ich meine
Erlebnisse und Erkenntnisse.
Im August 2019 erstellte ich ein zweites Wanderprojekt. Das sind
die
Spanischen Jakobswege. Einen Jakobsweg, den
Via de la Plata, bin ich schon im Jahr 2018 in 2 Abschnitten gegangen. Weitere
spanische Jakobswege werde ich in den nächsten Jahren hauptsächlich im
Februar/März oder Oktober/November unter meine Füße nehmen,
weil in diesen Zeiträumen die Jakobswege wegen der Witterungsbedingungen
(Regenzeit) in Spanien nicht so überlaufen sind.
Im Oktober/November 2019 realisierte ich einen weiteren Jakobsweg,
den
Camino de Levante
und Teile anderer Jakobswege, aus dem Projekt
Spanische Jakobswege. In dem Bericht zu dieser Wandertour dokumentiere ich meine Erlebnisse
auf diesem besonderen Jakobsweg.
Jahr 2020
Durch Corona wurde die erste Hälfte des Jahres 2020 gehörig
durcheinandergebracht. Meine erste Mehrtageswanderung im Harz (Von Osterode nach Schochwitz, 139 km) konnte ich daher erst Ende Juni beginnen. In
einem kurzen zusammenfassenden Bericht beschreibe ich diese
Wandertour.
Ende Juli 2020 absolvierte ich gleich meine nächste
Mehrtageswanderung im Harz. Diesmal war der
Karstwanderweg
über 203 km von Seesen nach Schochwitz mein Ziel. Der
Wanderweg hat mich überrascht, was ich auch in einem kleinen Bericht
ausführen werde.
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